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Anlässlich der Berichte über die Misshandlung von Aktivist*innen der Global Sumud Flotilla in israelischem Gewahrsam fordert Amnesty International die österreichische Bundesregierung auf, konsequent zu handeln. Laut Angaben von Global Sumud Österreich befinden sich unter den Festgenommenen auch drei österreichische Staatsbürger*innen.
Die Berichte über die Inhaftierung und Misshandlung von Flotilla-Aktivist*innen reihen sich ein in ein besorgniserregendes Muster systematischer Misshandlung von Inhaftierten durch israelische Behörden. Amnesty International und zahlreiche andere Menschenrechtsorganisationen kritisieren dieses Vorgehen der israelischen Behörden seit Jahren. Die internationale Gemeinschaft hat viel zu lange tatenlos zugesehen.
Shoura Hashemi, Geschäftsführerin von Amnesty International Österreich
„Wir fordern die österreichische Bundesregierung auf, die genauen Umstände dieser Inhaftierungen lückenlos aufzuklären und bei Menschenrechtsverletzungen in israelischer Haft klare Konsequenzen zu ziehen. Solange Österreich diese Konsequenzen verweigert, macht es sich zum Mitträger einer Politik, die Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit mit Füßen tritt.“
Laut Angaben der UN wurden seit Oktober 2023 in den besetzten palästinensischen Gebieten mehr als 18.500 Palästinenser*innen festgenommen, darunter mindestens 1.500 Kinder. Tausende von ihnen befinden sich weiterhin ohne Anklage oder Gerichtsverfahren in Haft. Viele sind gewaltsam verschwunden, fast 100 Inhaftierte in Gewahrsam gestorben.
Die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese sprach davon, dass die Behandlung Inhaftierter einer unmenschlichen und erniedrigenden Bestrafung gleichkommt und als Werkzeug kollektiver Einschüchterung eingesetzt wird.
Gleichzeitig verweigert Israel unabhängigen Stellen, darunter dem Internationalen Roten Kreuz, den Zugang zu Haftanstalten.