
Humanity must win – eine Weltmeisterschaft für alle, nicht für wenige!
HUMANITY MUST WIN – IHR AUFTRAG, HERR INFANTINO!
Was eine weltweite Feier sein sollte, droht zu einem Fest der Angst zu werden.
Alle vier Jahre vereint Fußball Milliarden Menschen weltweit. Unterschiedliche Menschen und Kulturen kommen und feiern zusammen ein gemeinsames Ereignis: die Männerfußball-Weltmeisterschaft.
Herkunft, Sprache, Religion oder Identität spielen keine Rolle mehr. Genau das macht eine Weltmeisterschaft so besonders. Sie hat das Potential, Menschen zusammen zu bringen und Vielfalt wie kein anderes Ereignis zu feiern.
Doch die REALITÄT SIEHT DIESMAL ANDERS AUS:
Schon im Vorfeld des Turniers gingen die Behörden in den USA, Mexiko und Kanada gegen Migrant*innen vor, schränkten Proteste ein und drängten bereits marginalisierte Gemeinschaften weiter aus dem Blickfeld.
Der Weltfußballverband FIFA und sein Präsident Gianni Infantino hatten ein Turnier versprochen, bei dem sich alle sicher, einbezogen und frei fühlen können, ihre Rechte auszuüben. In Wahrheit sind aber nicht nur Fans, sondern auch sportliche Akteure Repressionen, Schikanen und Diskriminierung ausgesetzt:
- Dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan wurde von den USA die Einreise verweigert. Begründet wurde dies mit „Sicherheitsbedenken“ und angeblicher – nicht bewiesener – Verbindungen zu einer Terrororganisation. Artans Traum von einer Teilnahme bei der WM ist kurzfristig geplatzt. Vom sonst so machtbewussten FIFA-Chef Infantino wurde das kleinlaut hingenommen.
- Das iranische Nationalteam muss unter erschwerten Bedingungen antreten. Aufgrund des Kriegs zwischen den USA und Iran musste die Mannschaft seinen WM-Stützpunkt von Arizona nach Mexiko verlegen und darf nur kurzfristig für die Spiele in die USA einreisen. Das hat negative Auswirkungen auf Vorbereitung und Regeneration der Spieler und beeinflusst potenziell die sportliche Leistungsfähigkeit.
- „Die Welt ist in den USA willkommen“, hatte Infantino noch 2025 versprochen. Doch aufgrund restriktiver Einreisebestimmungen müssen Teams wie Haiti, Senegal, Iran oder Elfenbeinküste ohne mitgereiste Fans auskommen. Nicht einmal Russland 2018 oder Katar 2022 haben sich eine solche Abschottung und offene Benachteiligung einzelner Teilnehmerländer geleistet.
FIFA und Gastgeber*innenländer müssen jetzt handeln.
Diese Weltmeisterschaft gehört uns allen – es ist Zeit, dieses Versprechen einzulösen. Fordere die FIFA auf, sich an ihre menschenrechtlichen Verpflichtungen zu halten und im Rahmen aller ihrer Turniere die Menschenrechte ALLER in den Mittelpunkt zu stellen.
- Rechte auf Meinungsfreiheit und friedliche Versammlung innerhalb und außerhalb der WM-Spielorte gewährleisten
- Medien und Menschenrechtsverteidiger*innen schützen
- garantieren, dass WM-Veranstaltungen nicht Ziel migrationspolitischer Maßnahmen werden
- wirksame Maßnahmen zum Schutz von LGBTQIA+-Personen vor Diskriminierung, Belästigung und Gewalt ergreifen
- Aufhebung diskrimierender Einreiseverbote und Bestimmungen


