Kuba 284776 Luis Manuel Otero Alcántara C Natasha Pizzey For Amnesty International
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Kuba: Luis Manuel Otero Alcántara freigelassen

Der bekannte afro-kubanische Künstler und Aktivist Luis Manuel Otero Alcántara ist nach fünf Jahren willkürlicher Haft endlich aus dem Gefängnis entlassen worden. Er befindet sich nun im erzwungenen Exil in den USA.

Nach einer ungerechtfertigten fünfjährigen Haftstrafe und Jahren der Unterdrückung verweigern die kubanischen Behörden Luis Manuel nun auch noch, frei in seinem eigenen Land zu leben. Die Menschenrechtsverletzungen, die er erdulden musste, sind Teil eines umfassenderen Musters aus selektiven Freilassungen, erzwungenem Exil und Repressalien gegen gewaltlose politische Gefangene und andere kritische Stimmen in Kuba, wie es 2025 bei José Daniel Ferrer und Luis Robles der Fall war.

Die kubanischen Behörden müssen zur Rechenschaft gezogen werden und Luis Manuels Recht auf Rückkehr nach Kuba garantieren, sollte er sich dazu entschließen, und zwar ohne Überwachung, Drohungen oder weitere Repressalien.

Luis Manuel hätte niemals inhaftiert werden dürfen. Vielen Dank allen, die sich für seine Freilassung eingesetzt haben!

Hintergrund

Luis Manuel Otero Alcántara ist Mitbegründer der Bewegung Movimiento San Isidro. Die Gruppe von Künstler*innen, Journalist*innen und Aktivist*innen setzt sich für das Recht auf freie Meinungsäußerung in Kuba ein. Dieses wird von den kubanischen Behörden stark eingeschränkt, unter anderem durch das Dekret 349.

Diesem Dekret zufolge dürfen Künstler*innen nicht ohne vorherige Genehmigung durch das Kulturministerium Kunst schaffen. Künstler*innen, die ohne Genehmigung arbeiten, laufen Gefahr, dass ihre Materialien beschlagnahmt werden oder dass sie hohe Geldbußen zahlen müssen.

Luis Manuel nutzte seine Kunst, um auf diese Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und sie zu kritisieren. Deshalb wurde er schon mehrmals inhaftiert. Am 11. Juli 2021 verhafteten die Sicherheitskräfte Luis Manuel erneut und er wurde in einem unfairen Prozess hinter verschlossenen Türen zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt. Im Hochsicherheitsgefängnis von Guanajay verschlechterte sich sein Gesundheitszustand sehr.

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