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© ALI MOHAMMADI

Menschenrechte im Iran

Verschwindenlassen, Folter und andere Misshandlungen sind im Iran weit verbreitet und werden systematisch angewendet, ohne geahndet zu werden. Gerichte verhängen Körperstrafen, die der Folter gleichkommen, wie Auspeitschungen und Amputationen. Das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren wird systematisch verletzt. Die Todesstrafe dient als Mittel der politischen Unterdrückung. Recherchen von Amnesty International und dem Abdorrahman-Boroumand-Zentrum für Menschenrechte im Iran zeigen, dass die iranischen Behörden zwischen dem 1. Jänner und dem 30. Juni 2022 mindestens 251 Menschen hingerichtet haben. Frauen, LGBTI+ sowie Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten leiden nach wie vor unter Diskriminierung und Gewalt. Amnesty International hat Beweise dafür vorgelegt, dass die Inhaftierungen von europäischen Staatsbürger*innen durch den Iran in mindestens zwei Fällen eine Geiselnahme darstellen. Amnesty fordert alle betroffenen Staaten auf, den Geiselstatus von im Iran festgehaltenen Staatsbürger*innen zu untersuchen, darunter auch Österreich.

Die landesweiten Proteste, die durch den Tod der 22-jährigen Mahsa (Zhina) Amini am 13. September 2022 ausgelöst wurden, werden von den iranischen Behörden brutal niedergeschlagen. Amnesty International hat aufgedeckt, dass die oberste Militärbehörde im Iran die Kommandierenden der Streitkräfte aller Provinzen angewiesen hat, „mit aller Härte“ gegen Menschen vorzugehen. Mindestens 23 Kinder wurden bei der brutalen Niederschlagung von Protesten getötet. Unterzeichne die Petition und fordere die Staatengemeinschaft auf, jetzt zu handeln!

Auf den folgenden Seiten findest du weitere Informationen zur Menschenrechtslage im Iran und zur Situation der zu Unrecht im Iran inhaftierten Österreicher Kamran Ghaderi und Massud Mossaheb.

Im ersten Halbjahr 2022 ließen die iranischen Behörden im Durchschnitt mindestens eine Person pro Tag hinrichten.

Diana Eltahawy, Expertin für den Nahen Osten und Nordafrika bei Amnesty International

Iran: Proteste nach Tod der 22-jährigen Mahsa (Zhina) Amini – Demonstrierende aus nächster Nähe erschossen

In Reaktion auf Mahsa (Zhina) Aminis Tod brachen im Iran weitgehend friedliche Proteste aus, die von den iranischen Sicherheitskräften gewaltsam niedergeschlagen werden. Mindestens acht Menschen wurden getötet, Hunderte verletzt. Der weltweiten Welle der Wut und Anteilnahme am Tod von Mahsa (Zhina) Amini müssen nun dringend konkrete Schritte der internationalen Gemeinschaft folgen, um die systematische Straflosigkeit im Iran anzugehen.

Interview mit Siroos Mirzaei: Wie die Behörden im Iran Kritiker*innen verfolgen und was wir alle dagegen tun können

Siroos Mirzaei, in Wien lebender Arzt und engagierter Aktivist, berichtet über die Menschenrechtssituation in seiner Heimat Iran und erklärt, warum öffentlicher Druck für willkürlich Inhaftierte so wichtig ist.

Amnesty Jahresbericht: Menschenrechtslage im Iran

Das Länderkapitel Iran aus dem globalen Amnesty Jahresbericht gibt einen umfassenden Überblick über die Menschenrechtslage im Iran.

#MyNowruzWish: Eure Wünsche für Kamran Ghaderi & Massud Mossaheb

Als Zeichen der Solidarität mit den beiden im Iran inhaftierten Österreichern Kamran Ghaderi und Massud Mossaheb haben viele von euch eine Schale Nowruz-Gras gepflanzt, um den beiden Wünsche für ihre baldige Freilassung zu senden. Gemeinsam zeigen wir Kamran Ghaderi und Massud Mossaheb, dass wir sie nicht vergessen und möchten ihnen zu Nowruz 2022 Hoffnung schenken. Vielen Dank für eure Teilnahme und für eure Solidarität!

Antikriegsaktion: Russische Künstlerin in Haft!

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