Frauen nehmen an einer Demonstration zum Feministischen Kampftag in Guadalajara, Mexiko, am 8. März 2022 teil. © APA-Images / AFP / Ulises Ruiz
Frauen nehmen an einer Demonstration zum Feministischen Kampftag in Guadalajara, Mexiko, am 8. März 2022 teil. © APA-Images / AFP / Ulises Ruiz

Frauenrechte sind Menschenrechte

Wir alle haben Menschenrechte. Dazu gehören das Recht, frei von Gewalt und Diskriminierung zu leben, das Recht auf Bildung und auf Eigentum, und das Recht, zu wählen und den gleichen Lohn zu erhalten. Doch weltweit werden immer noch viele Frauen und Mädchen aufgrund ihres biologischen und sozialen Geschlechts (Gender) diskriminiert. Ungleichheit zwischen Geschlechtern liegt vielen Problemen zugrunde, von denen Frauen und Mädchen unverhältnismäßig stark betroffen sind: Häusliche und sexualisierte Gewalt, geringere Bezahlung, fehlender Zugang zu Bildung und unzureichende Gesundheitsversorgung.

Viele Jahre lang haben Frauenrechtsbewegungen hart dafür gekämpft, diese Ungleichheit zu beseitigen. Und tun es bis heute. Aktivist*innen verlangen Gesetzesänderungen und gehen auf die Straße, um die Einhaltung ihrer Rechte zu fordern. Im digitalen Zeitalter sind neue Bewegungen entstanden, wie die #MeToo-Kampagne, die die Verbreitung geschlechtsspezifischer Gewalt und sexueller Belästigung aufzeigten.

Durch Forschung, Lobbyarbeit, Kampagnen und öffentliche Aktionen übt Amnesty International Druck auf die Verantwortungsträger*innen aus, die Rechte von Frauen zu achten und zu stärken.

Auf dieser Seite sehen wir uns die Geschichte der Frauenrechte an, was Frauenrechte eigentlich sind und, wie wir alle uns für Frauen und ihre Rechte einsetzen können.

Geschichte der Frauenrechte: Wofür wir kämpfen

Was genau meinen wir, wenn wir über die Rechte von Frauen sprechen? Wofür kämpfen wir? Einige Beispiele für die Rechte, für die Aktivist*innen im Laufe der Jahrhunderte kämpften und heute noch kämpfen.

1. Frauenwahlrecht

Während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts haben Menschen begonnen, für das Frauenwahlrecht zu mobilisieren. Im Jahr 1893 wurde Neuseeland das erste Land, das Frauen das Wahlrecht auf nationaler Ebene gewährte. Die Bewegung breitete sich global aus, und dank der Bemühungen aller, die an diesem Kampf beteiligt waren, ist das Frauenwahlrecht heute ein Recht gemäß der UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women, CEDAW, 1979).

Doch trotz dieser Entwicklungen gibt es immer noch viele Orte auf der Welt, wo es für Frauen sehr schwierig ist, dieses Recht auszuüben. Zum Beispiel in Syrien, wo Frauen effektiv von politischer Teilhabe ausgeschlossen sind.

In Pakistan ist das Wahlrecht zwar in der Verfassung verankert, aber in einigen Gegenden ist es Frauen faktisch verboten zu wählen, weil mächtige Persönlichkeiten in ihren Gemeinden patriarchale lokale Bräuche nutzen, um sie vom Wählen abzuhalten.

Amnesty International setzt sich mit ihren Unterstützer*innen dafür ein, dass alle Frauen tatsächlich am politischen Prozess teilnehmen können.

2. Sexuelle und reproduktive Rechte

Alle Menschen sollen über ihren eigenen Körper frei entscheiden können. Jede Frau und jedes Mädchen hat sexuelle und reproduktive Rechte. Dazu zählt das Recht auf gleichen Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen wie Verhütung und sichere Schwangerschaftsabbrüche. Frauen haben das Recht zu wählen, ob, wann und wen sie heiraten, und zu entscheiden, ob sie Kinder haben wollen und wenn ja, wie viele, wann und mit wem.

Frauen müssen ohne Angst vor geschlechtsspezifischer Gewalt leben können, einschließlich Vergewaltigung und anderer sexualisierter Gewalt, weiblicher Genitalverstümmelung (female genital mutilation, FGM), Zwangsheirat, Zwangsschwangerschaft, Zwangsabtreibung oder Zwangssterilisation.

Doch bis alle Frauen diese Rechte genießen können, ist es noch ein weiter Weg.

Viele Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt haben immer noch keinen Zugang zu sicheren und legalen Schwangerschaftsabbrüchen. In mehreren Ländern werden Menschen, die eine Schwangerschaft beenden wollen oder müssen, oft vor eine unmögliche Wahl gestellt: ihr Leben aufs Spiel zu setzen oder ins Gefängnis zu gehen.

In Argentinien hat sich Amnesty International gemeinsam mit Unterstützer*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen dafür eingesetzt, die strengen Abtreibungsgesetze des Landes zu ändern. Es gab einige Schritte in die richtige Richtung, aber Frauen und Mädchen leider immer noch unter Gesetzen, die verhindern, dass sie Entscheidungen über ihren eigenen Körper treffen können.

Gemeinsam mit unseren Unterstützer*innen haben wir uns auch in Irland und Nordirland erfolgreich für Frauenrechte eingesetzt, wo Schwangerschaftsabbrüche nach jahrzehntelangem öffentlichen Druck gemeinsam von Amnesty und anderen Menschenrechtsorganisationen kürzlich entkriminalisiert wurde.

In Polen hat Amnesty zusammen mit mehr als 200 Menschen- und Frauenrechtsorganisationen aus der ganzen Welt eine gemeinsame Erklärung gegen das "Stoppt die Abtreibung"- Gesetz mitunterzeichnet, das den Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen noch weiter einschränkt.

In Südkorea gab es große Fortschritte bei sexuellen und reproduktiven Rechten, nachdem Amnesty und andere Gruppen viele Jahre lang dafür gekämpft haben. Sie gipfelten in einem Urteil des südkoreanischen Verfassungsgerichts, das die Regierung verpflichtete, Schwangerschaftsabbrüche zu entkriminalisieren und die sehr restriktiven Gesetze gegen Schwangerschaftsabbrüche bis Ende 2020 zu reformieren. 

In Burkina Faso hat Amnesty International Frauen und Mädchen in ihrem Kampf gegen Zwangsverheiratung unterstützt, von der besonders in ländlichen Gebieten eine große Zahl von Mädchen betroffen ist.

In Sierra Leone arbeitet Amnesty International im Rahmen unseres Menschenrechtsbildungsprogramms mit lokalen Gemeinschaften zusammen, das sich auf eine Reihe von Menschenrechtsthemen konzentriert, darunter auch die weibliche Genitalverstümmelung.

In Simbabwe fand Amnesty International heraus, dass Frauen und Mädchen ungewollt schwanger werden und einem höheren Risiko einer HIV-Infektion ausgesetzt sind, weil es weit verbreitete Unklarheiten über Zustimmung zum Sex („consent“) und Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen gibt. Mädchen sind Diskriminierung, dem Risiko einer Kinderheirat, wirtschaftlicher Not und Bildungsbarrieren ausgesetzt.

In Jordanien forderte Amnesty International von Behörden, endlich das missbräuchliche männliche "Vormundschafts"-System zu beenden, durch das das Leben von Frauen kontrolliert wird und ihre persönlichen Freiheiten eingeschränkt werden. Dazu zählt die Inhaftierung von Frauen, die beschuldigt werden, das Haus ohne Erlaubnis zu verlassen oder Sex außerhalb der Ehe zu haben, sowie demütigende "Jungfräulichkeitstests", denen Frauen unterzogen werden. 

3. Recht auf Freizügigkeit

Freizügigkeit ist das Recht, sich frei zu bewegen, wie wir wollen – nicht nur innerhalb des Landes, in dem wir leben, sondern auch, um andere Länder zu besuchen.

Aber in vielen Ländern stehen viele Frauen stehen diesbezüglich vor echten Herausforderungen. Frauen wird ein eigener Reisepass verwehrt oder sie müssen die Erlaubnis eines männlichen Vormunds einholen, um zu reisen.

In Saudi-Arabien haben sich Frauenrechtsaktivistinnen 2019 erfolgreich gegen das Autofahrverbot von Frauen eingesetzt, was jahrzehntelang verboten und erst seit kurzem erlaubt ist. Ein bahnbrechender Erfolg, doch gleichzeitig werden viele Frauenrechtsaktivistinnen von den Behörden weiterhin verfolgt und inhaftiert, nur weil sie sich friedlich für ihre Rechte einsetzen.

VON #METOO BIS ZU DEN EPSTEIN-FILES: DIE WUT VON FRAUEN VERÄNDERT ALLES

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© Ema Anis/Amnesty International
© Ema Anis/Amnesty International

Feminismus und Frauenrechte

Wenn man sich mit Frauenrechten beschäftigt, ist es hilfreich, ein Verständnis davon zu haben, was Feminismus ist. In seinem Kern ist Feminismus die Überzeugung, dass Frauen Anspruch auf politische, wirtschaftliche und soziale Gleichberechtigung haben. Feminismus strebt danach, dass Frauen ihre Rechte in vollem Umfang und gleichberechtigt mit Männern wahrnehmen können.

Intersektionaler Feminismus bedeutet, dass alle Gründe, aus denen jemand diskriminiert werden könnte, unter anderem aufgrund der Hautfarbe, des Geschlecht, der sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität, des sozialen Status und einer Behinderung, sich überschneiden und miteinander verschränkt sind. Um das zu verstehen, hilft es sich das Konzept in einem realen Umfeld vor Augen zu führen, etwa in der Dominikanischen Republik: Unsere Untersuchungen zeigten, dass Sexarbeiter*innen in der Dominikanischen Republik, die oft Menschen of Color (POC, People of Color) oder trans*gender oder beides sind, von der Polizei gefoltert und verfolgt werden.

Wie werden die Rechte von Frauen verletzt?

Durch Genderungleichheit werden die Rechte von Frauen und Mädchen verletzt, dazu zählen:

Geschlechtsspezifische Gewalt: Geschlechtsspezifische Gewalt bedeutet, dass Gewalttaten gegen Frauen und Menschen aus der LGBTQIA+ Community aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder Geschlechtsmerkmale begangen werden.

Geschlechtsspezifische Gewalt betrifft Frauen und Mädchen überproportional häufig. Frauen und Mädchen sind in Konflikten besonders von Gewalt bedroht, und im Laufe der Geschichte wurde sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe eingesetzt.

Wir haben zum Beispiel dokumentiert, wie viele Frauen, die vor Angriffen der Boko Haram in Nigeria geflohen sind, sexualisierter Gewalt und Vergewaltigung durch das nigerianische Militär ausgesetzt waren.

Weltweit haben im Durchschnitt 30 Prozent aller Frauen in Beziehungen körperliche und/oder sexualisierte Gewalt durch ihren (Ex-)Partner erlebt. Frauen werden häufiger Opfer von sexuellen Übergriffen, einschließlich Vergewaltigungen, und sind häufiger Opfer von sogenannten "Ehrenverbrechen".

Gewalt gegen Frauen ist eine schwere Menschenrechtsverletzung. Es liegt in der Verantwortung eines Staates, Frauen vor geschlechtsspezifischer Gewalt zu schützen – einschließlich vor häuslicher Gewalt hinter verschlossenen Türen.

Sexualisierte Gewalt und Belästigung: Sexuelle Belästigung bedeutet jedes unerwünschte sexuelle Verhalten. Dabei kann es sich um körperliches Verhalten und Annäherungsversuche, das Fordern oder Bitten um sexuelle Gefälligkeiten oder die Verwendung unangemessener sexueller Sprache handeln. Um sexualisierte Gewalt handelt es sich, wenn jemand körperlich sexuell angegriffen wird. Auch Männer und Buben können Opfer sexualisierter Gewalt werden. Es sind aber überwiegend Frauen und Mädchen, die davon betroffen sind.

Diskriminierung am Arbeitsplatz: Frauen sind häufig Ziel von geschlechtsspezifischer Diskriminierung am Arbeitsplatz. Eine Möglichkeit, dies zu verdeutlichen, ist der Blick auf das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist ein Menschenrecht, aber immer wieder wird Frauen der Zugang zu einem fairen und gleichen Lohn verwehrt. 2024 verdienten Frauen in Österreich etwa 83 Prozent von dem, was Männer für die gleiche Arbeit erhalten. Dies führt zu einer lebenslangen finanziellen Ungleichheit für Frauen, hindert sie daran, ihre Unabhängigkeit voll zu verwirklichen, und bedeutet ein erhöhtes Armutsrisiko im späteren Leben.

Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität: In vielen Ländern der Welt werden Frauen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität oder ihrer Geschlechtsmerkmale ihre Rechte verweigert. Lesbische, bisexuelle, trans*- und intergeschlechtliche Frauen und Menschen, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen, sind mit Gewalt, Ausgrenzung, Belästigung und Diskriminierung konfrontiert. Viele sind auch extremer Gewalt ausgesetzt, einschließlich sexualisierter Gewalt oder sogenannter "korrigierender Vergewaltigung" und "Ehrenmorden".

Was bedeutet Gender Apartheid?

Der Begriff Gender Apartheid beschreibt die systematische Diskriminierung, Unterdrückung und Ausgrenzung von Frauen, Mädchen und LGBTQIA+ Personen. Das Konzept wurde erstmals in den 1990er Jahren von afghanischen Menschenrechtsverteidiger*innen formuliert, als die Taliban die Unterwerfung von Frauen und Mädchen und gezielte Angriffe auf deren Rechte massiv vorantrieben.

Seit die Taliban 2021 die Kontrolle über Afghanistan zurückerobert haben, wird der Begriff immer häufiger verwendet. Die internationale Gemeinschaft hat es bisher verabsäumt, diese Formen von institutionalisierter und systematischer Beherrschung und Unterdrückung angemessen anzuerkennen und zu bekämpfen. Deshalb fordert Amnesty International die Anerkennung von Gender Apartheid als Verbrechen nach internationalem Recht. Niemandem sollte es jemals erlaubt sein, Menschen aufgrund ihres Geschlechts zu verletzen, auszugrenzen, zum Schweigen zu bringen oder auszuschließen.

Warum ist es wichtig, sich für Frauenrechte einzusetzen?

Frauenrechte sind Menschenrechte

Es mag offensichtlich erscheinen, aber wir leben in keiner freien und gleichberechtigten Gesellschaft, solange nicht jede*r frei und gleichberechtigt ist. Solange Frauen nicht die gleichen Rechte wie Männer genießen, ist diese Ungleichheit unser aller Problem.

Der Schutz von Frauenrechten macht die Welt zu einem besseren Ort

Laut den Vereinten Nationen ist "die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen und Mädchen nicht nur ein Ziel an sich, sondern ein Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung, Wirtschaftswachstum sowie Frieden und Sicherheit". Die Forschung hat gezeigt, dass das der Fall ist – die Gesellschaft wird für alle besser, wenn die Rechte der Frauen geachtet und ernst genommen werden.

Wir sind stärker, wenn wir zusammenarbeiten

Obwohl Basisbewegungen bereits viel erreicht haben, können wir noch viel mehr bewirken, wenn wir zusammenhalten und gemeinsam für Frauenrechte kämpfen. Am stärksten sind wir gemeinsam! Indem wir mit Aktivist*innen vor Ort zusammenarbeiten und eigene gezielte Kampagnen fahren, sind Bewegungen wie Amnesty International eine starke Kraft im Kampf für Frauenrechte.

Die Slideshow ist jeder Frau gewidmet, die sich weigert, aufzugeben:

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© Justin Paget Photography Ltd
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Frauenrechte und COVID-19

Die COVID-19-Pandemie hat überall auf der Welt Ungleichheit und Diskriminierung verschärft. Die Pandemie hat sich auch auf die Rechte von Frauen ausgewirkt: Sie hat existierende geschlechtsspezifische Diskriminierung am Arbeitsmarkt verstärkt, das Risiko für häusliche Gewalt in Folge von Lockdown-Maßnahmen erhöht und Frauen und Mädchen den Zugang zu sozialen und gesundheitlichen Unterstützungsleistungen erschwert.

Bereits vor der COVID-19-Pandemie hat jede fünfte Frau in Europa schon einmal Gewalt in häuslicher Umgebung erlebt. Ausgangssperren und Isolationsmaßnahmen bedeuteten ein erhöhtes Risiko für Frauen und Mädchen, Gewalt durch einen Partner oder andere Familienmitglieder zu erfahren. Im Februar 2021 zeigte ein Amnesty-Bericht auf, dass die COVID-19-Pandemie im südlichen Afrika zu einem drastischen Anstieg von Gewalt gegen Frauen und Mädchen geführt hat.

Durch die Pandemie wurde Frauen und Mädchen der Zugang Schwangerschaftsabbrüchen und Verhütungsmitteln erschwert. In einigen Ländern, darunter Nepal und Südafrika, waren Institutionen, die Schwangerschaftsabbrüche und Verhütungsmittel anbieten, gezwungen, ihre Leistungen einzuschränken oder auszusetzen.

Amnesty-Recherchen in Ungarn zeigten, dass insbesondere schwangere Personen und Frauen mit kleinen Kindern noch stärker von Diskriminierung und Arbeitsplatzunsicherheit betroffen waren.

Eine Amnesty-Analyse vom Juli 2020 über Arbeitsbedingungen und sozialen Schutz während der COVID-19-Pandemie zeigte, dass sich die Erfahrungen und Rollen von Frauen und Mädchen auch in Österreich grundlegend von denen der Männer unterscheiden, da sie vorrangig unbezahlte Care-Arbeit leisten und in systemrelevanten Branchen arbeiten. 

Was KÖNNEN WIR ALLE GEMEINSAM TUN, DAMIT SICH DIE LAGE FÜR FRAUEN VERBESSERT?

Mach dich mit uns für Frauen und ihre Rechte stark! Es gibt viele Wege, wie:

1. UNTERSTÜTZE UNSERE PETITIONEN, MIT DENEN WIR UNS FÜR FRAUEN UND FÜR UNSERE RECHTE EINSETZEN!

Unterstütze unsere Online-Aktionen und erhebe deine Stimme! Wir fordern die sofortige Freilassung inhaftierter Aktivistinnen, sowie Verbesserungen von Gesetzen.

  • Kampagnenstart Nur Ja Heißt Ja 4 5

    Nur Ja heißt Ja

    Wir brauchen in Österreich ein Sexualstrafrecht, das Gewaltbetroffenen den Rücken stärkt! Nur Ja heißt Ja ins Sexualstrafrecht, damit die aktive Zustimmung im Mittelpunkt steht und Täter in Zukunft gefragt werden, ob sie ein JA eingeholt haben. Und damit Situationen wie Angstzustände und "Freezing" durch das Gesetz abgedeckt sind.

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  • © Canva FG Trade Paulo Oliveira Monkey Business Jacob Lund

    My Body My Rights

    Der Zugang zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch ist ein Menschenrecht, das in Österreich nicht ausreichend gewährleistet wird. Fordere mit uns von der österreichischen Bundesregierung, Schwangerschaftsabbrüche endlich vollständig zu entkriminalisieren und die Hürden im Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen abzubauen!

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  • Saudi Arabien Manahel

    Manahel al-Otaibi

    Die saudische Fitness-Trainerin Manahel al-Otaibi (30) hatte sich auf X (Twitter) für Frauenrechte eingesetzt. Die Behörden nahmen sie deshalb im November 2022 zu Unrecht fest und verurteilten sie Anfang 2024 zu 11 Jahren Haft. Im Gefängnis wurde Manahel al-Otaibi brutal misshandelt, sie hat ein gebrochenes Bein und erhält keine medizinische Versorgung. Sie muss sofort freigelassen werden!

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  • © privat

    Narges Mohammadi

    Die iranische Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi wird im Gefängnis gefoltert und misshandelt, unter anderem durch das vorsätzliche Vorenthalten dringend benötigter fachärztlicher Behandlung. Sie ist eine gewaltlose politische Gefangene, die bedingungslos freigelassen werden muss. Fordere jetzt mit uns Narges Mohammadis unverzügliche Freilassung!

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2. Werde selbst aktiv!

Das Netzwerk Frauenrechte ist eine Gruppe engagierter Amnesty-Aktivist*innen, die sich gemeinsam für die Rechte von Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt einsetzen. Du möchtest selbst für Frauenrechte aktiv werden? Mach beim Netzwerk Frauenrechte oder finde eine lokale Amnesty-Gruppe!

3. Unterstütze den Kampf für Frauenrechte mit deiner Spende!

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Genozid in Gaza: Gegen das Schweigen und für die Opfer

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