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Presseaussendung

Briefmarathon 2019: Junge Aktivist*innen im Rampenlicht

19. November 2019

Zusammenfassung

  • Amnesty International legt dieses Jahr beim größten Menschenrechtsevent der Welt einen Schwerpunkt auf den mutigen Einsatz junger Menschen und deren Rechte

  • Zwischen 2. und 16. Dezember setzen sich Tausende Unterstützer*innen in Österreich u. a. für Sarah Mardini und Seán Binder ein – zwei ehrenamtliche Rettungsschwimmer*innen, denen für ihre wichtige Arbeit auf Lesbos bis zu 25 Jahre Haft drohen

Von der weltweiten „Fridays For Future“-Bewegung bis hin zu großen Protestbewegungen in Ländern wie Chile, Hongkong oder Irak: Der Einsatz und die Stimmen junger Menschen haben im Jahr 2019 die ganze Welt bewegt. Dabei gehen junge Menschen oft große Risiken ein, wenn sie sich für Freiheit, gleiche Chancen und Klimagerechtigkeit einsetzen.

Amnesty International legt daher mit dem Briefmarathon 2019, dem weltweit größten Menschenrechtsevent, einen Schwerpunkt auf den mutigen Einsatz junger Menschen und deren Rechte. In Österreich bündeln Amnesty-Unterstützer*innen für Menschenrechtsverteidiger*innen und Aktivist*innen in Griechenland, auf den Philippinen und im Südsudan zwischen 2. und 16. Dezember ihre Kräfte.

 

In diesem Jahr zelebriert der Briefmarathon jene junge Menschen, die sich – oft unter widrigen Bedingungen – für andere einsetzen und deren Menschenrechte bedroht sind. Egal ob Jung oder Alt – zeigen wir Solidarität und stehen wir Seite an Seite mit jungen Menschen, die unsere Welt verändern.

Annemarie Schlack, Geschäftsführerin von Amnesty International Österreich

 

Der Briefmarathon 2019 findet in Österreich vom 2. bis 16. Dezember statt, in diesen zwei Wochen setzen wir uns ein für …  

  • Sarah Mardini und Seán Binder, zwei ehrenamtliche Rettungsschwimmer*innen auf Lesbos, Griechenland. Die beiden halfen dabei, Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Sie hielten ehrenamtlich nach gestrandeten Flüchtlingsbooten Ausschau und versorgten die Ankommenden. Doch Griechenland geht hart gegen Menschen vor, die versuchen, Geflüchteten das Leben zu retten. Anstatt ihre essentielle humanitäre Arbeit zu würdigen, ermittelt die Polizei wegen Schlepperei und Spionage gegen Sarah und Seán. Ihnen drohen bis zu 25 Jahre Haft.

  • Marinel Ubaldo, Klimaaktivistin von den Philippinen: Als sie 16 Jahre alt war, wurde ihr Dorf auf der Insel Samar von dem Super-Taifun Yolanda völlig zerstört. Marinel hatte Glück im Unglück, doch über 6.000 Menschen auf den Philippinen starben und Millionen Menschen verloren ihr Zuhause. Seitdem kämpft Marinel dafür, dass Regierungen auf der ganzen Welt etwas gegen die Folgen der Klimakrise tun.

  • Magai Matiop Ngong, Südsudan, war 15 Jahre alt, als sich bei einer Auseinandersetzung unter Jugendlichen aus seiner Pistole versehentlich ein tödlicher Schuss löste. Magai wurde festgenommen, des Mordes angeklagt und 2017 zum Tode verurteilt. Das Verhängen der Todesstrafe gegen Jugendliche ist nach internationalem Recht verboten. Erst nach seiner Verurteilung bekam Magai Zugang zu einem Anwalt. Noch immer wartet er auf die Anhörung seiner Berufung.

Gerne vermitteln wir Ihnen Interviewpartner*innen und Expert*innen zu den jeweiligen Fällen – kontaktieren Sie bitte dafür das Presseteam www.amnesty.at/presse

Junge Menschen übernehmen immer mehr Verantwortung für den Schutz ihrer Mitmenschen und erheben ihre Stimme für Freiheit und Gerechtigkeit. Das ist nicht selbstverständlich, denn sie riskieren damit häufig ihre Sicherheit und ihre eigene Freiheit. Eine Nachricht zu schreiben, um sie zu unterstützen, ist das Mindeste, das wir für mutige Aktivist*innen auf der ganzen Welt tun können.

Johanna Kuhaupt von Amnesty-Youth Salzburg

Briefmarathon-Aktionen und -Events in Österreich

In ganz Österreich zelebrieren Unterstützer*innen und Aktivist*innen den Mut und den Einsatz junger Menschen und setzen sich für sie ein. Unter anderem finden folgende Events in Wien statt:

Medienvertreter*innen sind herzlich zu den Terminen eingeladen – bitte geben Sie uns bei Interesse vorab Bescheid unter presse@amnesty.at, Betreff „Briefmarathon 2019“

Hintergrund

Vor 16 Jahren begann der Briefmarathon als kleine Aktion. Heute ist er das größte Menschenrechtsevent der Welt: Jeden Dezember schreiben Hunderttausende Amnesty-Unterstützer*innen auf der ganzen Welt Briefe, verschicken Solidaritätskarten, unterzeichnen Petitionen und setzen viele andere Aktionen. In Österreich findet der Briefmarathon 2019 von 2. bis 16. Dezember statt.

2018 wurden weltweit fast sechs Millionen Unterstützungsbotschaften an inhaftierte, bedrohte und politisch verfolgte Menschen aus zehn verschiedenen Ländern geschickt.

Briefmarathon

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