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© Amnesty International

Presseaussendung

Klage gegen Shell: Esther Kiobel gibt nicht auf

29. Juni 2017

Shell muss sich wegen mutmaßlicher Komplizenschaft bei der Hinrichtung von neun Männern verantworten

Esther Kiobel kämpft seit 20 Jahren gegen Shell und für Gerechtigkeit für ihren getöteten Ehemann Dr. Barinem Kiobel. Er wurde 1995 zusammen mit dem Schriftsteller und Menschenrechtsaktivisten Ken Saro-Wiwa und sieben weiteren Männern vom nigerianischen Militär erhängt.

Die Erhängung der sogenannten "Ogoni Nine" sorgte damals weltweit für Empörung. Jetzt muss sich Shell wegen mutmaßlicher Komplizenschaft für die unrechtmäßige Verhaftung und Hinrichtung der Männer verantworten.

Zusammen mit drei weiteren Ehefrauen der getöteten Oppositionellen hat Esther Kiobel Zivilklage gegen Shell erhoben. Amnesty International hat Esther Kiobel und ihre Rechtsvertretung dabei unterstützt, den Fall in den Niederlanden vor Gericht zu bringen. In einem Bericht zeichnet Amnesty die Rolle von Shell bei den Hinrichtungen im Detail nach.