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© Amnesty International

Presseaussendung

Amnesty International in Traiskirchen

6. August 2015

Das Research-Team hat seine Untersuchungen vor Ort abgeschlossen. Jetzt folgt die Analyse der Fakten.

Amnesty International hat heute im Zuge einer Research Mission die Bundesbetreuungsstelle Ost in Traiskirchen (NÖ), auch bekannt als Erstaufnahmezentrum Traiskirchen, besichtigt.  

Ausschlaggebend für die Begutachtung des Lagers war die sich seit Wochen zuspitzende Versorgungslage in der überfüllten Bundesbetreuungsstelle Traiskirchen. Berichte und Beobachtungen wiesen auf Massenobdachlosigkeit, mangelnde medizinische und psychologische Betreuung sowie eine prekäre Situation für Kinder und Jugendliche hin.

Das 4-köpfige Research-Team war 6 Stunden in der Bundesbetreuungsstelle , mit dem Ziel, Fakten zu erheben.

Amnesty International ist bemüht, sich ein umfassendes Bild der Lage zu verschaffen und von allen beteiligten Akteuren Rückmeldungen einzuholen. Daher findet am Montag 10. August 2015 zusätzlich ein Gespräch mit leitenden Beamt*innen des Innenministeriums statt, bei dem wir die heute gesammelten Fakten präsentieren und Informationen über kurz- und mittelfristige Pläne diesbezüglich einholen werden.

Danach werden die Erkenntnisse in unserer Londoner Zentrale analysiert und in einen menschenrechtlichen Kontext gestellt. Es wird geprüft, ob die aktuelle Lage internationalen Menschenrechtsstandards entspricht und gegebenen Falls konkrete Empfehlungen formuliert.

Die Ergebnisse der Analysephase werden in einem Bericht zusammengefasst, der nach ungefähr einer Woche bis 10 Tagen bei einer Pressekonferenz vorgestellt wird. Dort werden alle Fragen beantwortet, die offen geblieben sind.