Österreich muss geflüchtete Kinder besser schützen!
Stell dir vor, du kommst als Kind alleine in ein fremdes Land und monatelang kümmert sich niemand um dich. Das ist die traurige Realität für die meisten unbegleiteten geflüchteten Kinder in Österreich.
Im Jahr 2022 sind fast 12.000 Kinder in Österreich verschwunden. Niemand weiß, was mit den Kindern passiert ist, da sich niemand für diese Kinder verantwortlich fühlt.
Wenn unbegleitete geflüchtete Kinder in Österreich ankommen, sind sie monatelang auf sich allein gestellt, ohne Zugang zu geeigneter Bildung, Information und Betreuung. Niemand übernimmt für sie die Obsorge und kümmert sich um ihre Pflege und Erziehung, was sie einer großen Gefahr von Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch aussetzt.
Das muss sich ändern – und zwar jetzt! Gemeinsam können wir eine Veränderung bewirken!
Fordern wir gemeinsam eine kindgerechte Betreuung und Obsorge ab Tag 1 für jedes unbegleitete geflüchtete Kind in Österreich!
Jetzt Online-Appell Unterstützen
Alle Kinder, die von ihren Familien getrennt sind, haben ein Recht auf besonderen Schutz und Unterstützung durch den Staat, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Status. Es liegt in unserer Verantwortung, Kinder bestmöglich zu schützen und zu fördern. Nur so können sie ihre Potentiale entfalten und sich eine Zukunft aufbauen.
Jedes Kind zählt! Warum schaut die Politik weg?
Die menschenrechtliche Verpflichtung zur Umsetzung der Kinderrechte betrifft nicht nur die Bundesregierung, sondern genauso auch die einzelnen Bundesländer. Alle Kinder haben das Recht auf gleichen Schutz und gleiche Chancen unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Status. Die Entscheidungsträger*innen dürfen nicht mehr wegsehen!
Obwohl im aktuellen Programm der Bundesregierung die schnelle Obsorge für unbegleitete geflüchtete Kinder beschlossen wurde, lässt die Umsetzung auf sich warten. Die Bundesländer weigern sich, die Verantwortung zu übernehmen und stellen zu wenig geeignete Betreuungsplätze für geflüchtete Kinder zur Verfügung!
Wir fordern daher von den zuständigen Landesrät*innen die Umsetzung der Obsorge und einer kindgerechten Betreuung ab Tag 1!
Die Landesrät*innen müssen:
- dem Gesetzesvorschlag zur Obsorge ab Tag 1 des Bundesministeriums für Justiz zustimmen und sich aktiv dafür einsetzen, dass die Kinder- und Jugendhilfen die Verantwortung und Obsorge für unbegleitete geflüchtete Kinder ab Tag 1 übernehmen,
- gemeinsam mit dem Bundesministerium für Inneres die Kapazitäten der betroffenen Kinder- und Jugendhilfen ausbauen, damit diese die Obsorge in einer dem Kindeswohl entsprechenden Weise übernehmen können,
- dafür Sorge tragen, dass die für die Obsorge notwendigen finanziellen Mittel bereitgestellt werden.
Unser Appell richtet sich an die für die Kinder- und Jugendhilfen zuständigen Landesrät*innen aller österreichischen Bundesländer.