Loading...
© Amnesty International
Email Action

Polizeigewalt: Bei Protest erblindet

Am 8. November 2019 änderte sich Gustavo Gaticas Leben schlagartig. Der junge chilenische Psychologiestudent hatte sich, wie Tausende andere, den Protesten gegen steigende Preise und die zunehmende Ungleichheit in Chile angeschlossen. Wochenlang gingen Millionen Menschen im ganzen Land auf die Straße, um Gerechtigkeit zu fordern.
 
Doch die Polizei reagierte auf die Demonstrationen mit Unterdrückung und Gewalt. Hunderte Menschen wurden verletzt, ohne dass die verantwortlichen Behörden die Gewalt stoppten. Und wie schon in den Tagen zuvor schossen die Sicherheitskräfte am 8. November in Santiago de Chile mit Gummi- und Metallgeschoßen auf die Menschen. Gustavo wurde in beide Augen getroffen und erblindete für immer.
 
Eine interne polizeiliche Untersuchung des Vorfalls kam zu dem Schluss, dass niemand dafür zur Rechenschaft gezogen werden könne. Der Bericht legt sogar nahe, dass Gustavo von anderen Demonstrierenden verletzt worden war. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft. Dennoch bleiben diejenigen, die den Angriff auf Gustavo zugelassen haben, bis jetzt ungestraft.

„Ich habe mein Augenlicht gegeben, damit die Menschen aufwachen.“ 
 
Bis zu jenem verhängnisvollen Novembertag interessierte sich Gustavo besonders für
Fotografie. Er wird nie wieder ein Foto betrachten können. Wir können das Vorgefallene nicht ungeschehen machen. Aber wir können gemeinsam fordern, dass Gustavo Gerechtigkeit widerfährt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
 
Fordere Gerechtigkeit für Gustavo! Die chilenischen Behörden müssen untersuchen, wer die Verantwortung für die Ereignisse trägt, die zu Gustavos Erblindung führten. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden!

Diese Aktion ist Teil des Amnesty Briefmarathons 2020.

Gerechtigkeit für Gustavo!

Actions - jetzt mitmachen!