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Freiheit für Mikita

Lasst mich hier raus!

Mikita war zur falschen Zeit am falschen Ort. Der belarussische Teenager wurde nach einer Demonstration festgenommen, in der Haft misshandelt und in einem unrechtmäßigen Verfahren zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Alles begann im August 2020, erzählt sein Vater. Mikita stand in seiner Heimatstadt Homel im Südwesten von Belarus auf dem Hauptplatz und wartete auf einen Freund. Ganz in der Nähe protestierten Menschen friedlich gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl, als die Polizei eintraf. Plötzlich eilte eine große Menge Menschen an Mikita vorbei und jemand rief ihm zu, er solle weglaufen. Also lief er ebenfalls.

Am nächsten Tag, dem 11. August 2020, stand die Polizei vor Mikitas Haustür. Sie nahmen ihn fest, prügelten ihn und beschuldigten ihn, ein Molotov-Cocktail auf Sicherheitskräfte geworfen zu haben. In der Untersuchungshaft schlugen Beamt*innen Mikita mit einem Elektroschock-Schlagstock und verhörten ihn ohne einen Rechtsbeistand oder seine Eltern. Er verbrachte sechs Monate in Untersuchungshaft, bevor sein Prozess begann.

Obwohl es keine schlüssigen Beweise für die Anschuldigungen gegen ihn gab, verurteilte das Gericht Mikita wegen „Organisation von Massenaufruhr“ und der „Verwendung von illegalen Sprengstoffen“. Nun soll der an Epilepsie leidende 17-Jährige fünf Jahre seines Lebens in einem Straflager für Jugendliche verbringen.

Die Behörden in Belarus müssen Mikita freilassen und dafür sorgen, dass er ein faires Verfahren bekommt!

Jetzt Freilassung fordern

Dieser Appell richtet sich an Generalstaatsanwalt Andrei Shved.

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