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Angeklagt, weil sie für LGBTIQ-Rechte kämpfen

Der 10. Mai 2019 hätte ein Tag des Feierns und der Freude an der Technischen Universität des Nahen Ostens (METU) in Ankara werden sollen. Melike Balkan und Özgür Gür hatten gemeinsam mit anderen Mitgliedern der „METU LGBTI+ Solidaritätsgruppe“ geplant, wie schon in den Jahren zuvor am Universitätscampus eine Pride Parade zu veranstalten.
 
Doch die Situation für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intergeschlechtliche und Queere (LGBTIQ) in der Türkei wird zunehmend schwieriger und das Vorgehen der Behörden immer feindseliger. Im November 2018 rief die Stadt Ankara ein allgemeines Verbot für LGBTIQ-Veranstaltungen aus. Die Universitätsleitung teilte Melike und Özgür mit, dass die für den 10. Mai geplante Parade nicht stattfinden könne.
 
Daraufhin beschlossen die Mitglieder der Gruppe, stattdessen einen Sitzstreik zu veranstalten. Als Reaktion darauf erschienen Polizeibeamt*innen, die exzessive Gewalt und Tränengas gegen die friedlichen Demonstrierenden einsetzten. Die Polizei verhaftete mindestens 22 Student*innen – darunter Melike und Özgür – und eine Lehrperson. Einige der Festgenommenen hatten gar nicht an dem Protest teilgenommen.

„Pride ist eine Möglichkeit, zusammenzukommen und du selbst zu sein, voll und rückhaltlos du selbst. Das ist ein bedeutendes Gefühl und es hat eine heilende Kraft. Diese Heilkraft ist der Grund, warum wir zu Pride zusammenkommen.“
 
Obwohl sie nur ihr Recht auf friedlichen Protest ausgeübt haben, wurden 18 Studierende
und die Lehrperson wegen „unerlaubter Versammlung“ angeklagt. Wenn sie für schuldig befunden werden, drohen ihnen bis zu drei Jahre Gefängnis. Gemeinsam tun wir alles dafür, dass dies nicht geschieht.
 
Fordere von den türkischen Behörden, die 18 Studierenden und die Lehrperson frei zu sprechen!

Diese Aktion ist Teil des Amnesty Briefmarathons 2020.

Fordere jetzt ihren Freispruch!

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