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Burundi: Germain Rukuki aus der Haft entlassen

Veröfentlicht am 23. Juni 2021, aktualisiert am 2. Juli 2021

Germain Rukuki ist endlich wieder frei! Nach vier Jahren Haft wurde der zu Unrecht inhaftierte burundische Menschenrechtsverteidiger aus dem Gefängnis entlassen. Deprose Muchena, Regionaldirektor für das östliche und südliche Afrika bei Amnesty International, sagte: "Es ist eine großartige Nachricht, dass Germain endlich frei ist. Er hätte gar nicht erst inhaftiert werden dürfen, denn er wurde nur wegen seiner Menschenrechtsarbeit verhaftet, angeklagt und verurteilt."

Es ist ein großer Moment für Germain, seine Familie und Freunde und die Hunderttausende von Menschen auf der ganzen Welt, die sich unermüdlich für seine Freilassung eingesetzt haben. Es ist auch ein Sieg für die Menschenrechte.

Germains Freilassung erfolgte, nachdem seine Strafe am 4. Juni 2021 von 32 Jahren auf ein Jahr reduziert wurde.

Nur aufgrund seiner Menschenrechtsarbeit hat Germain Rukuki vier Jahre zu Unrecht hinter Gittern verbracht. Er wurde am 13. Juli 2017 in Bujumbura festgenommen und am 26. April 2018 aufgrund konstruierter Anklagen zu 32 Jahren Gefängnis verurteilt. Weder er noch sein Rechtsbeistand waren bei der Urteilsverkündung anwesend.

In einer Entscheidung vom 4. Juni 2021, die jedoch erst am 21. Juni veröffentlicht wurde, hob das Berufungsgericht in Ntahangwa seine Verurteilung wegen "Bedrohung der Staatssicherheit", "Angriff auf die Autorität der Behörden" und "Teilnahme an einer Aufstandsbewegung" auf. Die Verurteilung wegen "Rebellion" blieb jedoch aufrecht. Sein Urteil wurde auf ein Jahr Gefängnis und eine Strafe von 50.000 burundische Franken (rund 20 Euro) reduziert.

Als Reaktion auf diese Nachricht, sagt Deprose Muchena, Amnesty Internationals Regionaldirektor für Ostafrika und das südliche Afrika:

Das sind fantastische Nachrichten, nicht nur für Germain und seine Familie, sondern auch für hunderttausende Menschenrechtsaktivist*innen weltweit, die sich in den letzten vier Jahren unermüdlich für seine Freilassung eingesetzt haben.

Deprose Muchena

"Die Entscheidung des Berufungsgerichts, seine Haftstrafe von 32 Jahren auf eines zu reduzieren ist ein Schritt in die richtige Richtung. Doch Germain hätte überhaupt nie inhaftiert werden sollen und seine Verurteilung wegen "Rebellion" muss aufgehoben werden", sagt Deprose Muchena weiter.

Amnesty International hat im Rahmen des Briefmarathons 2020 zum Einsatz für Germain Rukuki aufgerufen. Mehr als 430.000 Menschen in allen Teilen der Welt forderten seine Freilassung.

Vielen Dank allen, die sich für Germain Rukuki eingesetzt haben! Euer Handeln hat Wirkung!

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