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© Omar Veniz El Nacional

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Nirgendwo in Sicherheit

31. Oktober 2017

Angriffe auf Regierungsgegner in Venezuela

Zwischen April und Juli 2017 haben Sicherheitskräfte in Venezuela mindestens 47 Häuser von vermeintlichen Regierungsgegnern illegal durchsucht. Im selben Zeitraum starben bei den regierungskritischen Protesten im Land über 120 Menschen. Amnesty International liegen Hinweise auf außergerichtliche Hinrichtungen vor.

Für den aktuellen Bericht „Nights Of Terror-Security forces involved in the attacks and illegal raids“ hat Amnesty International Betroffene in vier Bundesstaaten besucht. Sie berichteten über bewaffnete Einheiten, die in ihr Haus eingebrochen seien und sie eingeschüchtert hatten: Sie wurden mit dem Tod bedroht, Türen und Fenster wurden zerstört. Weiters seien sie gewarnt worden, an Protestkundgebungen teilzunehmen.

Auch illegale bewaffnete Gruppen beteiligt

Die Hausdurchsuchungen wurden von Sicherheitskräften durchgeführt und waren gezielt auf vermeintliche Regierungsgegner gerichtet. Berichten zufolge waren auch illegale bewaffnete Gruppierungen, die die Regierung unterstützt, an den Übergriffen beteiligt.

Nirgendwo in Sicherheit 1 | © Amnesty International

Die Eindringlinge wandten zum Teil massive Gewalt an, um in die Wohnungen einzudringen und Bewohner einzuschüchtern. Aufgrund der wirtschaftlichen Not in Venezuela ist es den Betroffenen kaum möglich, den materiellen Schaden zu beheben. Auch die Angst bleibt: Viele leiden unter Schlafstörungen und fürchten weitere Hausdurchsuchungen.

Repression von der Straße ins Wohnzimmer getragen

In Venezuela gibt es keinen Ort, der vor den Sicherheitskräften sicher ist. Sie dringen sogar in das Zuhause der Menschen ein.

Erika Guevara-Rosas, Amerika-Direktorin von Amnesty International.

„Der venezolanische Staat hat die Repression von der Straße in die Wohnzimmer gebracht.“ Amnesty International geht von über 5000 Verhafteten aus.

 „Es ist an der Zeit, dass die Regierung von Nicolas Maduro und seine Sicherheitskräfte aufhören, die eigene Bevölkerung mit Gewalt zu unterdrücken. Menschenrechtsverletzungen dieser Art dürfen nicht weiter geduldet werden. Um sicher zu stellen, dass diese Politik der Gewalt ein Ende findet, müssen die Opfer der Repression Gerechtigkeit erfahren,“ sagt Erika Guevara-Rosas.

Nirgendwo in Sicherheit 2 | © Omar Veniz El Nacional
Nights Of Terror-Security forces involved in the attacks and illegal raids