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COVID-19: G7-Staaten müssen Wissen über Impfstoffe teilen

5. Mai 2021

Zusammenfassung

  • G7-Staaten weigern sich immer noch, auf geistiges Eigentum an COVID-19-Impfstoffen zu verzichten – obwohl diese Forderung von einer Mehrheit unterstützt wird.
  • Die People's Vaccine Alliance (PVA) fordert die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten auf, beim Treffen der Außen- und Entwicklungsminister in London einen Patentverzicht auf Impfstoffe zu unterstützen.

Die Regierungen der reichsten Länder der Welt müssen Pharmakonzerne dazu verpflichten, ihr Know-how bei der Herstellung von COVID-19-Impfstoffen zu teilen. Das fordert die People's Vaccine Alliance (PVA) anlässlich des Treffens der Außen- und Entwicklungsminister*innen der G7-Staaten in London.   

Das entspricht nicht nur den Forderungen der Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Auch eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung der G7-Staaten unterstützt dies, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag der PVA, der Amnesty International angehört, zeigt: Die meisten Menschen halten es für angemessen, dass die Unternehmen für die Entwicklung von Impfstoffen finanziell entschädigt werden. Gleichzeitig soll so verhindert werden, dass einzelne Unternehmen an ihren Patenten festhalten und den Zugang zur lebensrettenden Impfung gegen COVID-19 erschweren.

Obwohl eine breite Mehrheit diese Forderung unterstützt, weigern sich die G7-Staaten jedoch immer noch, auf geistiges Eigentum an COVID-19-Impfstoffen zu verzichten.

Mehr über die Umfrage der People's Vaccine Alliance 

Die Regierungen der G7-Staaten haben eine klare menschenrechtliche Verpflichtung, das Leben von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt über die Interessen der von ihnen finanzierten Pharmaunternehmen zu stellen.

Steve Cockburn, Leiter der Abteilung für wirtschaftliche und soziale Menschenrechte bei Amnesty International

"Es wäre ein grobes Versagen, den Austausch lebensrettender Technologien weiterhin zu blockieren und würde nur dazu dienen, den unermesslichen Schmerz und das Leid, das durch diese Pandemie verursacht wird, zu verlängern”, sagt Steve Cockburn, Leiter der Abteilung für wirtschaftliche und soziale Menschenrechte bei Amnesty International.

Die People's Vaccine Alliance ist eine Bewegung von Gesundheits-, und Menschenrechtsorganisationen, ehemaligen und gegenwärtigen Staatsoberhäuptern, Gesundheitsexpert*innen, Glaubensführer*innen und Wirtschaftswissenschaftler*innen. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, dass COVID-19-Impfstoffe schnell und in großem Umfang als globales Allgemeingut hergestellt werden, frei vom Schutz geistigen Eigentums und kostenlos für alle Menschen in allen Ländern.

Impfungen sind einer der Schlüssel, um die COVID-19-Pandemie zu beenden.

Mit unserer globalen Kampagne „Eine faire Dosis“ fordern wir Pharmaunternehmen auf, Verantwortung zu übernehmen, ihre Expertise zu Teilen und dem C-Tap der WHO beizutreten. Wenn die Unternehmen ihr Wissen und ihre Technologien teilen, können Impfstoffe schneller produziert werden und Menschen auf der ganzen Welt können rascher geimpft werden. 

Unterstütze den internationalen Aufruf und fordere Verantwortung von den Pharmafirmen ein – sodass alle Menschen so schnell wie möglich geimpft werden können, ganz egal, wo auf der Welt sie leben! 

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