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75.000 sitzen unter katastrophalen Bedingungen fest

15. September 2016

Videoaufnahmen und Satellitenbilder zeigen behelfsmäßige Friedhöfe und Grabhügel

Die Ergenisse der aktuellen Recherchereise von Amnesty International geben einen seltenen Einblick in das Leben im Niemandsland an der syrisch-jordanischen Grenze. Dort sitzen zehntausende Flüchtlinge in der Falle. Seit zwei Monaten sind sie von jeglicher humanitären Hilfe abgeschnitten.

Die Situation in der Region Berme ist eine düstere Momentaufnahme. Sie zeigt das erbärmliche Scheitern der Welt angesichts der Flüchtlinge aus Syrien. Das hat zur Folge, dass jetzt auch viele der Nachbarn Syriens ihre Genzen für Flüchtlinge geschlossen haben.

Tirana Hassan, Crisis Response Director bei Amnesty International.

Augenzeugen aus der Gegend, die auch als „Berm“ bekannt ist, haben Amnesty International von großen menschlichem Leid berichtet. Sie weisen auf die tragischen Konsequenzen des Versagens der internationalen Gemeinschaft hin. Ihr ist es bislang nicht gelungen, die Verantwortung für Flüchtlinge zu teilen und gemeinsam zu schultern.

Viele Menschen sind gestorben... vor einem Monat haben sie uns Reis, Linsen und ein Kilo getrockneten Datteln gebracht. Das war aber viel zu wenig für einen ganzen Monat. Die Stimmung ist sehr schlecht, viele fühlen sich gezwungen, zurück nach Syrien zu gehen.

Mohamed Abu, einer der Augenzeugen, führt das Team von Amnesty International durchs provisorische Flüchtlingslager. Die Videoaufnahmen von seinem Rundgang mit Amnesty International zeigen behelfsmäßige Grabstätten und dutzende Grabhügel in der Nähe von Flüchtlingszelten.

 

Amnesty International ruft die Staats- und Regierungschefs im Vorfeld des New Yorker Flüchtlingsgipfels in der kommenden Woche dazu auf, endlich zu handeln und eine globale Lösung zu finden.