© APA-Images / AFP / REIHANE TARAVATI
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Urgent Action

Iran: Freiheit für Narges Mohammadi

DRINGENDES UPDATE:

Nachdem Narges Mohammadi am 12. Dezember 2025 zu weiteren 7,5 Jahren Haft verurteilt wurde, hat sich ihr Gesundheitszustand nach Folter und anderen Misshandlungen besorgniserregend verschlechtert. Sie wurde am 24. März bewusstlos im Gefängnis von Zanjan aufgefunden, vermutlich nach einem Herzinfarkt. Trotz schwerer Symptome erhält sie weiterhin keine angemessene medizinische Versorgung.

Der Einsatz für Menschenrechte ist kein Verbrechen. Die iranischen Behörden müssen Narges Mohammadi sofort bedingungslos freilassen und ihr bis zu ihrer Freilassung eine medizinische Versorgung in einem Krankenhaus außerhalb des Gefängnisses zukommen lassen!

Freilassung fordern

Friedensnobelpreisträgerin wird nach Herzinfarkt in Haft keine ausreichende medizinische Versorgung gewährleistet

Die bekannte iranische Menschenrechtsverteidigerin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi wurde im Gefängnis gefoltert und anderweitig misshandelt. Im Gefängnis von Zanjan wurde sie im März 2026 bewusstlos aufgefunden. Es wird vermutet, dass sie einen Herzinfarkt erlitten hat. Die Beamt*innen weigern sich, Narges in ein Krankenhaus zu verlegen.
Narges Mohammadi ist eine gewaltlose politische Gefangene, die umgehend und bedingungslos freigelassen werden muss!

Narges Mohammadi wird seit Jahren von den iranischen Behörden schikaniert und inhaftiert, nur weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit wahrnimmt. Unter anderem prangerte sie die Praxis der Einzelhaft in iranischen Gefängnissen öffentlich an und forderte Rechenschaft für Hunderte rechtswidriger Tötungen während der landesweiten Proteste im November 2019. Ein Gericht verurteilte sie in zwei separaten Fällen zu insgesamt zwölf Jahren und elf Monaten Gefängnis sowie 154 Hieben.

Im Sommer 2024 protestierte Narges Mohammadi gemeinsam mit anderen inhaftierten Frauen friedlich gegen Hinrichtungen im Iran. Am 6. August wurden sie deshalb von den Gefängnisbehörden geschlagen und misshandelt. Narges trug Verletzungen am Arm und in der Brust davon, zudem leidet sie an schweren Herz- und Lungenerkrankungen.

Am 12. Dezember 2025 wurde Narges Mohammadi bei einer Gedenkveranstaltung erneut gewaltsam festgenommen und befindet sich seither in Haft. Am 09. Februar 2026 wurde bekannt, dass die iranischen Behörden sie zu weiteren 7,5 Jahren Haft verurteilt haben. Die Verurteilung basiert auf falschen Vorwürfen der Gefährdung der nationalen Sicherheit, die ausschließlich auf ihren Menschenrechtsaktivismus zurückzuführen sind. Damit beläuft sich die Gesamtdauer der Haftstrafen aus verschiedenen Verfahren, die in den letzten Jahren gegen sie angestrengt wurden, auf 18 Jahre.

Folter, Misshandlungen und ein Herzinfarkt

Seit ihrer erneuten Inhaftierung ist Narges Mohammadi Folter und anderen Misshandlungen ausgesetzt. Am 6. Februar 2026 verlor sie während ihrer Haft in einer Haftanstalt des Geheimdienstministeriums in Mashhad das Bewusstsein und wurde ins Razavi-Krankenhaus gebracht, wo ein Facharzt dringend eine Angiographie Untersuchung Blutgefäße) empfahl. Der Eingriff wurde nie durchgeführt. Stattdessen wurde sie am 10. Februar in das Gefängnis von Zanjan verlegt, wo sie in einem Trakt untergebracht ist, in dem Häftlinge festgehalten werden, die wegen Mordes und anderer Gewaltverbrechen verurteilt wurden.

Eine gut informierte Quelle berichtete Amnesty International, dass Narges Mohammadi am 24. März im Gefängnis von Zanjan bewusstlos aufgefunden wurde, mit kalten Gliedmaßen, Taubheitsgefühlen und nach hinten gerollten Augen. Der Gefängnisarzt sagte, sie habe wahrscheinlich einen Herzinfarkt erlitten. Dennoch weigerten sich die Beamt*innen, sie in ein Krankenhaus zu verlegen. Nach einem Besuch am 29. März berichteten ihre Anwält*innen, sie habe stark an Gewicht verloren und sei blass gewesen.

Die Gefängnisbeamt*innen verweigern ihr medizinische Versorgung für ihre Brustschmerzen, starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Doppelbilder, Blutdruckschwankungen, Ohnmachtsanfälle und andere Symptome.

Fordere jetzt mit uns Narges Mohammadis unverzügliche Freilassung und bis zur Freilassung die dringende medizinische Versorgung in einem Krankenhaus außerhalb des Gefängnisses!

jetzt Freilassung fordern

Bitte beachten: Allen Personen mit persönlichen Beziehungen in den Iran raten wir, eine Teilnahme zu prüfen. Dieses Schreiben wird mit Vor- und Nachname an den Adressaten im Land gesandt.

Narges Mohammadi ist Vizepräsidentin des Zentrums für Menschenrechtsverteidiger*innen im Iran und arbeitete mit der Kampagne zur schrittweisen Abschaffung der Todesstrafe (bekannt als LEGAM, ihr persisches Akronym). Nach den landesweiten Protesten im November 2019 und der rechtswidrigen Tötung hunderter Demonstrant*innen unterstützte Narges Mohammadi lautstark die Hinterbliebenen bei ihrem Ruf nach Wahrheit und Gerechtigkeit für die Tötung ihrer Angehörigen.

Im Mai 2021 verurteilte die Abteilung 1188 des Strafgerichts Teheran Narges Mohammadi zu zweieinhalb Jahren Haft, 80 Peitschenhieben und zwei Geldstrafen, unter anderem wegen "Verbreitung von Propaganda gegen das System". Vier Monate später, im September, erhielt Narges Mohammadi eine Vorladung zur Verbüßung dieser Strafe, der sie jedoch nicht nachkam, da sie die Verurteilung für ungerecht hielt.

Festnahme und Haftbedingungen

Am 16. November 2021 wurde Narges Mohammadi völlig willkürlich von Agenten des iranischen Geheimdienstes verhaftet, die sie nach Angaben ihres Ehemanns brutal schlugen, bevor sie an einen unbekannten Ort gebracht wurde. Am nächsten Tag rief sie ihre Familie an und teilte ihr mit, dass sie sich im Evin-Gefängnis in Teheran befinde und eine zweieinhalbjährige Haftstrafe verbüßen müsse.

Die Menschenrechtlerin gab an, 64 Tage lang in Trakt 209 in Einzelhaft gehalten worden zu sein. Während dieser Zeit sei sie von Angehörigen des Geheimdienstministeriums gefoltert und anderweitig misshandelt worden. Ihren Angaben zufolge ließ man das Licht jeden Tag 24 Stunden lang brennen und gewährte ihr nur dreimal pro Woche für jeweils 20 Minuten Zeit an der frischen Luft und im Tageslicht. Die Behörden hielten sie in beinahe totaler Isolation fest und verweigerten ihr den Kontakt mit anderen Gefangenen. Ihr einziger menschlicher Kontakt war mit den Wärter*innen, die sie zur Toilette eskortierten und ihr Essen brachten. All dies wirkte sich stark auf ihren Gesundheitszustand aus, so erlitt sie beispielsweise Anfälle von Atemnot.

Am 4. Januar 2022 wurde Narges Mohammadi vor die Abteilung 26 des Teheraner Revolutionsgerichtes gestellt, um sich in einem zweiten Fall zu verantworten. Das Verfahren entsprach bei Weitem nicht den internationalen Standards für faire Verfahren: Die Anhörung dauerte lediglich fünf Minuten, und sie gab später an, sowohl vor als auch während der Verhandlung keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand gehabt zu haben. Am 15. Januar wurde sie darüber informiert, dass das Gericht sie zu acht Jahren und zwei Monaten Haft sowie 74 Stockhieben verurteilt habe. Zudem habe sie zwei Jahre im internen „Exil“ außerhalb ihres Wohnorts Teheran zu verbringen, dürfe sich zwei Jahre lang nicht in politischen Parteien oder gesellschaftlichen Zusammenschlüssen engagieren, und müsse sich zwei Jahre lang von Online-Plattformen, den Medien und der Presse fernhalten.

Laut eigenen Angaben erlitt die Menschenrechtlerin am 3. Februar 2022 einen Herzinfarkt, wurde jedoch vom Gefängnisarzt nicht angemessen behandelt. Gleichzeitig weigerten sich die Gefängnisbehörden, sie in ein Krankenhaus außerhalb des Gefängnisses zu verlegen – womit sie ihr Leben auf’s Spiel setzten. Erst als Narges Mohammadi am 16. Februar erneut mehrere Herzanfälle erlitt, verlegte man sie für eine Notoperation am Herzen in ein Krankenhaus. Gegen ärztlichen Rat wurde sie bereits am 19. Februar wieder ins Gefängnis verlegt, noch bevor sie sich ausreichend erholt hatte.

Am 22. Februar 2022 war Narges Mohammadi aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend aus der Haft entlassen worden. Doch am 21. April wurde sie gegen ärztlichen Rat erneut inhaftiert, um den Rest ihrer Haftstrafen zu verbüßen. Neben ihrer Herzerkrankung hat sie auch eine Vorerkrankung der Lunge, die mit Atembeschwerden einhergeht. Sie muss ein Inhalationsgerät benutzen und regelmäßig Medikamente einnehmen, um die Bildung von Blutgerinseln in der Lunge zu verhindern.

Hungerstreik

Am 6. November 2023 trat Narges Mohammadi in den Hungerstreik, da sich die Staatsanwaltschaft zu diesem Zeitpunkt seit mehr als zwei Monaten geweigert hatte, sie für dringende Untersuchungen in ein Krankenhaus außerhalb des Gefängnisses zu verlegen. Am 8. November verlegten die Behörden sie ohne das obligatorische Kopftuch in ein Krankenhaus, brachten sie aber noch am selben Tag wieder in das Teheraner Evin-Gefängnis zurück, bevor die Untersuchungsergebnisse ärztlich begutachtet worden waren.

Am 11. November erfuhr Narges Mohammadi, dass sich um ihr Herz herum Flüssigkeit gebildet hatte und zwei Arterien bis zu 80% verstopft waren, was eine umgehende Angioplastie erforderte. Zudem war eine Schwellung in der Speiseröhre festgestellt worden. Dennoch blockierte die Staatsanwaltschaft am 15. November erneut ihre Verlegung in ein Krankenhaus und machten dies von der Einhaltung der Verschleierungspflicht abhängig. Am 16. November wurde sie ohne Kopftuch für eine Angioplastie ins Krankenhaus gebracht und noch am selben Tag gegen ärztlichen Rat ins Gefängnis zurückgeholt.

Es bestehen nach wie vor ernste Bedenken hinsichtlich ihres Zugangs zu der benötigten medizinischen Versorgung, z. B. zur Nachbehandlung und Überwachung ihrer Herzerkrankung, denn Gefängnisverwaltung und Staatsanwaltschaft können sich gemäß den iranischen Gefängnisvorschriften bei der Entscheidung über eine Verlegung ins Krankenhaus über ärztlichen Rat hinwegsetzen.

Frühere Verfolgung

Narges Mohammadi wird seit über zehn Jahren immer wieder willkürlich inhaftiert, um sie für ihre Menschenrechtsarbeit zu bestrafen. Bereits im Mai 2015 war sie willkürlich verhaftet und 2016 zu 16 Jahren Haft verurteilt worden, und zwar ausschließlich wegen des Rechts auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit.

Nach weltweiten Aktionen, unter anderem von Amnesty International, wurde Narges Mohammadi im Oktober 2020 aus der Haft entlassen, doch seither wurde sie von den iranischen Behörden wiederholt schikaniert, gefoltert und anderweitig misshandelt.

Zuletzt wurde sie in zwei separaten Fällen aufgrund ihrer friedlichen Menschenrechtsarbeit zu insgesamt zehn Jahren und acht Monaten Gefängnis sowie 154 Hieben und anderen Sanktionen verurteilt. Ende April 2022 luden die Strafverfolgungsbehörden sie erneut vor, um sie in einem neuen Fall zu befragen, der ebenfalls mit ihrer Menschenrechtsarbeit zu tun hat.

Die Auspeitschung, wie sie im Iran praktiziert wird, stellt ausnahmslos Folter dar, die nach dem Völkerrecht ein Verbrechen und nach Artikel 7 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR), dem der Iran als Vertragsstaat beigetreten ist, absolut verboten ist.

 

MUSTERBRIEF

Download

APPELLE AN

Oberste Justizautorität
G. Mohseni Ejei
c/o Permanent Mission of Iran to the UN
Chemin du Petit-Saconnex 28
1209 Geneva
SCHWEIZ

KOPIEN AN

Botschaft der Islamischen Republik Iran
Jauresgasse 9
1030 Wien
Fax: (+43 / 1) 713 57 33
E-Mail: public@iranembassy-wien.at

ANMERKUNGEN

Amnesty fordert:

  • Lassen Sie Narges Mohammadi bitte unverzüglich und bedingungslos frei, da sie eine gewaltlose politische Gefangene ist und sich nur wegen ihrer friedlichen Menschenrechtsarbeit in Haft befindet.
  • Bitte heben Sie ihre ungerechtfertigten Verurteilungen und Strafen auf.
  • Bis zu ihrer Freilassung muss sie Zugang zu angemessener fachärztlicher Versorgung erhalten, nötigenfalls auch außerhalb des Gefängnisses. Zudem muss sie vor weiterer Folter und anderen Misshandlungen geschützt werden.
  • Leiten Sie umgehend eine unabhängige, zielführende und unparteiische Untersuchung ihrer Folter- und Misshandlungsvorwürfe ein und stellen Sie die mutmaßlich Verantwortlichen in fairen Verfahren vor Gericht.

INHALT

Dear Mr Gholamhossein Mohseni Ejei,

On 12 December 2025 Iranian authorities arrested Narges Mohammadi, human rights defender and 2023 Nobel Peace Prize recipient, in Mashhad, Razavi Khorasan province, during the memorial of lawyer Khosrow Alikordi. According to Information obtained by Amnesty International, agents carried out torture and other ill-treatment during the arrest, including by violently beating Narges Mohammadi, who required medical care for her torture-related injuries.

Amidst an ongoing crackdown on dissent in the aftermath of the January protest massacres in Iran, a Revolutionary Court convicted Narges Mohammadi to 7.5 years in prison and other sanctions. Since her arbitrary arrest on 12 December 2025, Iran's authorities have denied her access to family and lawyers, including in court, and have held her incommunicado in harsh conditions in a Mashhad detention facility. She was permitted only two brief calls on 14 December 2025 and on 8 February 2026. Additionally, Iran’s authorities have denied Narges Mohammadi access to adequate and timely health care despite her poor health and torture related injuries.

Since May 2021, Iranian authorities have unjustly convicted and sentenced Narges Mohammadi to several Prison sentences, 154 lashes, and other sanctions in a number of separate cases stemming from her human rights activism, including advocating for families seeking truth and justice for loved ones unlawfully killed by security forces during nationwide protests; publicly shedding light on sexual violence against women in prison; and supporting the “Woman Life Freedom” uprising. 

I call on you to immediately and unconditionally release Narges Mohammadi as she is a prisoner of conscience detained solely for her peaceful human rights activism and quash her unjust convictions and sentences. Pending her release, provide her with adequate specialized healthcare, including for treatment unavailable in prison, and protect her from further torture and other ill-treatment.

A prompt, independent, effective and impartial investigation into her allegations of torture and other ill-treatment must be conducted, with those suspected of criminal responsibility brought to justice in fair trials.

Yours Sincerely,

MUSTERBRIEF

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E-Mail: public@iranembassy-wien.at

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Amnesty fordert:

  • Lassen Sie Narges Mohammadi bitte unverzüglich und bedingungslos frei, da sie eine gewaltlose politische Gefangene ist und sich nur wegen ihrer friedlichen Menschenrechtsarbeit in Haft befindet.
  • Bitte heben Sie ihre ungerechtfertigten Verurteilungen und Strafen auf.
  • Bis zu ihrer Freilassung muss sie Zugang zu angemessener fachärztlicher Versorgung erhalten, nötigenfalls auch außerhalb des Gefängnisses. Zudem muss sie vor weiterer Folter und anderen Misshandlungen geschützt werden.
  • Leiten Sie umgehend eine unabhängige, zielführende und unparteiische Untersuchung ihrer Folter- und Misshandlungsvorwürfe ein und stellen Sie die mutmaßlich Verantwortlichen in fairen Verfahren vor Gericht.

INHALT

Dear Mr Gholamhossein Mohseni Ejei,

On 12 December 2025 Iranian authorities arrested Narges Mohammadi, human rights defender and 2023 Nobel Peace Prize recipient, in Mashhad, Razavi Khorasan province, during the memorial of lawyer Khosrow Alikordi. According to Information obtained by Amnesty International, agents carried out torture and other ill-treatment during the arrest, including by violently beating Narges Mohammadi, who required medical care for her torture-related injuries.

Amidst an ongoing crackdown on dissent in the aftermath of the January protest massacres in Iran, a Revolutionary Court convicted Narges Mohammadi to 7.5 years in prison and other sanctions. Since her arbitrary arrest on 12 December 2025, Iran's authorities have denied her access to family and lawyers, including in court, and have held her incommunicado in harsh conditions in a Mashhad detention facility. She was permitted only two brief calls on 14 December 2025 and on 8 February 2026. Additionally, Iran’s authorities have denied Narges Mohammadi access to adequate and timely health care despite her poor health and torture related injuries.

Since May 2021, Iranian authorities have unjustly convicted and sentenced Narges Mohammadi to several Prison sentences, 154 lashes, and other sanctions in a number of separate cases stemming from her human rights activism, including advocating for families seeking truth and justice for loved ones unlawfully killed by security forces during nationwide protests; publicly shedding light on sexual violence against women in prison; and supporting the “Woman Life Freedom” uprising. 

I call on you to immediately and unconditionally release Narges Mohammadi as she is a prisoner of conscience detained solely for her peaceful human rights activism and quash her unjust convictions and sentences. Pending her release, provide her with adequate specialized healthcare, including for treatment unavailable in prison, and protect her from further torture and other ill-treatment.

A prompt, independent, effective and impartial investigation into her allegations of torture and other ill-treatment must be conducted, with those suspected of criminal responsibility brought to justice in fair trials.

Yours Sincerely,

Freiheit für Narges

Anrede