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Smensis - Smarte Pensionist*innen

von Alenka Bradley-Schmiedbauer; Verein Bahnfrei

In den letzten zwei Jahren realisierte der Verein Bahnfrei das Projekt „Smensis - Smarte Pensionist*innen“, das für uns alle ein #Östergleich Moment war und ist.

Im Rahmen unserer mobilen Jugendarbeit bei Bahnfrei haben wir die Erfahrung gemacht, dass es im alltäglichen Leben in unserem Grätzel in Floridsdorf selten bereichernde Begegnungen zwischen Jugendlichen und Senior*innen gibt. Manchmal kann es auch vorkommen, dass das fehlende Verständnis füreinander Konfliktsituationen im öffentlichen Raum begünstigt. Mit dem Projekt „Smensis“ setzten wir uns das Ziel, Gelegenheiten zu schaffen, wo sich Jugendliche und Senior*innen in einem außergewöhnlichen Rahmen begegnen und miteinander Spaß haben.

Doch genug von unserer Seite, für #Östergleich haben wir Jugendlichen, die an dem Projekt teilgenommen haben, ein paar Fragen gestellt:

 

Kannst du den Leser*innen das Projekt „Smensis“ kurz erklären?

L: Es geht darum, dass wir Jugendlichen älteren Menschen dabei helfen, ihr Smartphone besser nutzen zu können. Weil wir uns damit sehr gut auskennen und ältere Menschen oft wenig Zeit haben es sich selbst beizubringen und Smartphones nicht so gut bedienen können wie wir. Wir haben uns dafür Zeit genommen und Workshops im Pensionistenklub in der Jedlersdorferstraße durchgeführt. Als Vorbereitung darauf haben wir uns eine Struktur überlegt. Wir hatten alles durchgeplant, aber am Ende haben wir es eher frei und spontan gemacht und sind auf die Fragen der Workshop-Teilnehmer*innen eingegangen. Das hat auch super funktioniert.

Warum hat dich das Projekt „Smensis“ interessiert?

M: Ich habe in Österreich nicht viele ältere Familienmitglieder. Mich hat es interessiert, wie ältere Leute unserer Gesellschaft so sind – und deswegen habe ich mitgemacht. Ich habe auch etwas daraus gelernt, also wie ältere Leute so ticken.

K: Mich hat es interessiert, wie viele ältere Menschen sich nicht mit Smartphones auskennen und wie schwer es sein wird, die Anwendungen zu erklären. Aber es war dann gar nicht so schwer.

Was war für dich persönlich eine Herausforderung?

L: Beim ersten Workshop habe ich die Begrüßung übernommen. Da war ich dann schon kurz nervös, aber nach dem ersten Satz war die Nervosität weg.

M: Ich war eigentlich nicht nervös, mit fremden Menschen umzugehen ist für mich leicht, das mach ich auch in meiner Arbeit im Einzelhandel.

N: Anfangs war ich aufgeregt, weil ich nicht wusste wie die Leute zu uns sein werden. Aber danach war es gut. Die Leute waren nett, ich hatte Geduld, sie hatten Geduld und ich konnte ihnen Sachen erklären und helfen.

K: Manchmal war das Erklären nicht einfach, weil die Smartphone-Anwendung ganz eigene technische Wörter verwendet, die man sonst nicht kennt.

Was wird dir von dem Projekt in Erinnerung bleiben?

L: Wir haben viel positives Feedback bekommen, wie geduldig und lieb wir sind. Sie haben sich auch dafür bedankt, dass wir uns die Zeit dafür genommen haben und der Dank kam richtig vom Herzen, das war schön. Eine Dame sehe ich jetzt noch manchmal beim Spazierengehen mit ihrem Hund und dann plaudern wir kurz.

M: Allgemein werde ich mich an das Projekt fix erinnern, es war etwas anderes im Leben, eine Erfahrung. Mit so vielen älteren Leuten in Kontakt zu sein und helfen zu können, hat man nicht jeden Tag, eigentlich fast gar nie. Es hat auch Spaß gemacht, das vergisst man halt nicht.

K: Eigentlich hat alles Spaß gemacht, wir haben viel Neues dazugelernt und es hat uns gefallen. Ein Highlight war sicher, dass wir vom Bezirksvorsteher von Floridsdorf eine Urkunde und einen Gutschein überreicht bekommen haben. Zusätzlich hat das Projekt „Smensis“ letztes Jahr den österreichischen Jugendpreis in der Kategorie Medien gewonnen, das hat mich sehr gefreut.

 

Text und Bilder: Alenka Bradley-Schmiedbauer; Verein Bahnfrei

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Mit dem Projekt „Smensis“ setzten wir uns das Ziel, Gelegenheiten zu schaffen, wo sich Jugendliche und Senior*innen in einem außergewöhnlichen Rahmen begegnen und miteinander Spaß haben.

Alenka Bradley-Schmiedbauer, Verein Bahnfrei

Viele Menschen in Österreich setzen Zeichen für mehr Respekt und Gemeinsamkeit.

Wir wollen diese Menschen sichtbar machen und damit zeigen, dass ein hoffnungsvolles und kämpferisches #ÖsterGLEICH keine weit entfernte Vision ist, sondern bereits tagtäglich gelebt wird. Auf unterschiedliche Art und Weise und an den verschiedensten Orten Österreichs.

 Viele Menschen in Österreich setzen Zeichen für mehr Respekt und Gemeinsamkeit.

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