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© Peacock Generation
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Myanmar: Satiriker endlich frei

Im Rahmen einer Generalamnestie am 17. April 2021, dem myanmarischen Neujahrsfest, wurden etwa 23.000 Gefangene aus der Haft entlassen. Darunter befanden sich auch drei Mitglieder der Satire-Gruppe Peacock Generation, die aufgrund der friedlichen Ausübung ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung inhaftiert waren.

Paing Phyo Min, Paing Ye Thu und Zayar Lwin, drei Mitglieder der Peacock Generation, wurden am 17. April aus dem Insein-Gefängnis in Yangon entlassen. Berichten zufolge wurden an diesem Tag, dem myanmarischen Neujahrsfest, in einer Generalamnestie mehr als 23.000 Gefangene aus der Haft entlassen.

Alle drei Männer waren am 22. April 2019 festgenommen worden. Paing Phyo Min und Zayar Lwin erhielten eine sechsjährige Gefängnisstrafe, während Paing Ye Thu zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt wurde. Sie hatten sich an satirischen Aufführungen beteiligt, in denen das Militär kritisiert wurde. Sowohl im Rahmen der diesjährigen als auch der letztjährigen Generalamnestie wurde die Haftdauer der Männer um ein Viertel reduziert, was bedeutete, dass sie in diesem Jahr freikamen.

Weitere Mitglieder der Satire-Gruppe waren in der Vergangenheit ebenfalls inhaftiert worden: Zaw Lin Htut, Su Yadanar Myint und Kay Khine Tun, die zu zwei bzw. zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden waren, kamen am 26. Juni, 19. August bzw. 1. Oktober 2020 frei.

Die Mitglieder der Peacock Generation waren nach einer Thangyat-Aufführung festgenommen worden. Thangyat ist eine traditionelle myanmarische Kunstform, bei der Dichtung, Komödie und Musik zusammenfließen. Sie wird normalerweise während des myanmarischen Neujahrswasserfestes im April und bei anderen festlichen Gelegenheiten dargeboten. Die Künstler*innen hätten nie wegen der friedlichen Ausübung ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung inhaftiert werden dürfen. Für die friedliche Aufführung satirischer Stücke hätten sie keinen einzigen Tag hinter Gittern verbringen dürfen.

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