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© Christopher Glanzl
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Kolumbien: Angriffe werden untersucht

Danelly Estupiñán wird seit Dezember 2018 von Unbekannten beobachtet und bedroht. Nun sicherte ihr die kolumbianische Staatsanwaltschaft zu, eine landesweite Untersuchung einzuleiten, um die Verantwortlichen für die lebensgefährlichen Angriffe gegen sie zu ermitteln. Die Menschenrechtsverteidigerin wird mit dem Ermittlungsteam in direktem Kontakt stehen können.

Danelly Estupiñan ist Sprecherin der afrokolumbianischen Organisation Proceso de Comunidades Negras en Colombia (PCN) mit Sitz in Buenaventura. Seit Dezember 2018 wird sie von unbekannten Männern beobachtet. Nachdem sie die Überwachung der Staatsanwaltschaft gemeldet hatte, nahm diese in den vergangenen Monaten zu. Am 6. Juli zerstörten unbekannte Männer die Sicherheitsvorrichtung an ihrer Haustür und brachen in ihr Haus ein. Die Menschenrechtsverteidigerin war nicht zuhause.

Auf nationalen und internationalen Druck hin traf sich Danelly Estupiñan am 28. August mit Fabio Espitia, dem Generalstaatsanwalt von Kolumbien, einem Vertreter des UN-Hochkommissars für Menschenrechte sowie einem von der PCN beauftragten Rechtsbeistand. Auf diesem Treffen sicherte ihr der Generalstaatsanwalt eine Untersuchung der Vorfälle zu. Als Leitung des Ermittlungsteams werde er einen Sonderstaatsanwalt ernennen. Außerdem versprach er, dass Danelly Estupiñan direkten Kontakt zu seinen Mitarbeiter*innen haben und den aktuellen Stand der Ermittlungen verfolgen könne.

Schließlich bekräftigte er den nationalen Charakter der Untersuchung. Dies entspricht den Zusagen, die die Regierung nach einem Bürgerstreik in Buenaventura 2017 gegeben hatte. Damals war ein Dialog zwischen der Regierung und mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen etabliert worden.

Wir werden die Situation von Danelly Estupiñan weiter aufmerksam verfolgen und schnell reagieren, falls es zu weiteren Übergriffen kommen sollte.

Diese Aktion ist abgelaufen. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.

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