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© Christopher Glanzl
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Hakeem Ali al-Araibi kann nach Australien zurückkehren

Am 11. Februar wurde der bahrainische Fußballer Hakeem Ali al-Araibi aus der Untersuchungshaft in Bangkok entlassen und konnte noch am selben Tag nach Australien zurückkehren. Aufgrund eines Interpol-Auslieferungsantrags wollten ihn die thailändischen Behörden nach Bahrain ausliefern, wo ihm aufgrund unfairer Anklagen eine zehnjährige Haftstrafe, Folter und andere Misshandlungen gedroht hätten.

Am 7. November 2012 wurde der Fußballer Hakeem Ali al-Araibi in Bahrain festgenommen, inhaftiert und eigenen Angaben zufolge von bahrainischen Sicherheitskräften gefoltert. Die Behörden behaupteten, er sei an einem Brandanschlag auf eine Polizeiwache beteiligt gewesen, der stattfand während Hakeem Ali al-Araibi gerade ein Fußballspiel für seinen lokalen Club spielte.

Vier Monate später wurde er gegen Kaution freigelassen, am 6. Januar 2014 jedoch in Abwesenheit in einem unfairen Verfahren zu zehn Jahren Haft verurteilt. Im Mai 2014 floh Hakeem Ali al-Araibi nach Australien und beantragte dort Asyl. Er erhielt im November 2017 ein Visum für seinen dauerhaften Schutz, das es ihm gestattete, in Australien zu wohnen und aus- und wieder einzureisen, solange er nicht nach Bahrain reist.

Als Hakeem Ali al-Araibi am 27. November 2018 für seine Hochzeitsreise am Flughafen in Bangkok ankam, wurde er von den thailändischen Behörden auf Grundlage eines Interpol-Auslieferungsantrags nach Bahrain festgenommen. Seine Festnahme löste international Empörung und diplomatische Bemühungen für seine Freilassung aus. Sportgruppen, NGOs, Gewerkschaften, Regierungen und zivilgesellschaftliche Organisationen in der ganzen Welt taten sich in einer weltweiten Solidaritätsaktion zusammen. Daran waren mindestens 18 Sektionen von Amnesty International beteiligt, und mehr als 135.000 Amnesty-Unterstützer*innen schrieben an die thailändischen Behörden.

Nach seiner Ankunft in Australien bedankte sich Hakeem Ali al-Araibi bei den Menschenrechtsorganisationen, die für ihn eingetreten waren.

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