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© Christopher Glanzl
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Frankreich: Freispruch für Pierre Mumber

Humanitäre Hilfe ist keine Straftat

Am 21. November 2019 sprach das Berufungsgericht von Grenoble den französischen Bergführer Pierre Mumber vom Vorwurf der "Beihilfe zur illegalen Einreise" frei. Er war am 10. Jänner 2019 zu drei Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden, nachdem er vier westafrikanischen Asylsuchenden in den Alpen heißen Tee und warme Kleidung angeboten hatte.

Dies ist ein Sieg für den gesunden Menschenverstand und für einen guten Mann, der absolut nichts falsch gemacht hat.

Rym Khadhraoui

Rym Khadhraoui, Research Fellow bei Amnesty international dazu: „Pierre ist leider einer von vielen Menschen, die Schikanen, Einschüchterungen und Angriffen durch Behörden ausgesetzt sind, weil sie Migrant*innen und Menschen auf der Flucht unterstützen. Es ist jedoch ermutigend zu sehen, dass die Gerichte diese fehlerhafte Anwendung des Gesetzes nicht gelten lassen. Wir hoffen, dass man nach dieser Entscheidung andere, die wegen ihres solidarischen Handelns an der französisch-italienischen Grenze verurteilt wurden, feiert anstatt sie zu bestrafen.“

Im Winter gehen Freiwillige in der Region Briançon regelmäßig entlang der schneebedeckten Straßen, um Menschen in Not zu helfen, die von Italien aus die Berge unter gefährlichen Bedingungen überquert haben. Am 6. Januar 2018 gab Pierre Mumber einem Nigerianer, einer Nigerianerin, einem Kameruner und einem Guineer in Montgenèvre Tee und warme Kleidung. Zwei Polizist*innen trafen ein und brachten die Asylsuchenden in Begleitung von Herrn Mumber zu ihren Autos. Später, als Pierre Mumber in einiger Entfernung zu den Autos stand, entkamen drei der vier Asylsuchenden der Kontrolle der Polizei.

An der französisch-italienischen Grenze verweigert die französische Grenzpolizei Asylsuchenden und Migrant*innen die Einreise, drängt sie widerrechtlich nach Italien zurück und kriminalisiert die legitimen Handlungen derer, die ihnen helfen.

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