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© Reuters/Fayaz Aziz
erfolg

Aktivist nach vier Monaten freigelassen

Wahid Baloch ist wieder zuhause 

Der Menschenrechtsverteidiger, politische Aktivist und ethnische Belutsche Wahid Baloch konnte am 5. Dezember endlich zu seiner Familie zurückkehren. Er war mehr als vier Monate zuvor am Nachmittag des 26. Juli von maskierten Männern in Zivil an einer Mautstelle außerhalb von Karatschi verschleppt worden. Während der ganzen Zeit erhielt seine Familie keinerlei Informationen zu seinem Verbleib.

Wahid Baloch äußerte sich in einer Nachrichtensendung nicht näher zu seiner Entführung, dankte jedoch Menschenrechtsorganisationen, dass sie sich für ihn eingesetzt hatten.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Nach Kenntnis von Amnesty International haben die pakistanischen Behörden keine umgehende und umfassende Untersuchung zu seinem „Verschwinden“ durchgeführt, obwohl den Staatssicherheitsbehörden schon seit langem Fälle von Verschwindenlassen von Belutsch*innen zur Last gelegt werden und dies bereits 2013 sowohl vom Ministerpräsidenten von Belutschistan als auch dem Obersten Gerichtshof von Pakistan bestätigt wurde.

Aktivist*innen, die sich für eine Ausweitung der Selbstbestimmung der belutschischen Bevölkerungsgruppe einsetzen oder Gerechtigkeit für Menschenrechtsverletzungen durch staatliche Akteur*innen fordern, werden von den pakistanischen Behörden als „staatsfeindlich“ betrachtet und besonders häufig zum Opfer solcher Menschenrechtsverletzungen. Die Entführung von Wahid Baloch passt zu einem Muster von Fällen des Verschwindenlassens von Personen, die der Gemeinschaft der ethnischen Belutsch*innen in der Provinz Belutschistan und in und um Karatschi in der angrenzenden Provinz Sindh angehören.

Vielen Dank allen, die sich eingesetzt haben!

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