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© Amnesty International / Foto: Henning Schacht

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Action: Ukrainischer Filmregisseur im Hungerstreik

7. Juni 2018

Der ukrainische Filmregisseur Oleg Sentsov befindet sich seit 14. Mai in einem Hungerstreik mit der Absicht auf die Lage „aller ukrainischen politischen Gefangenen“ in Russland aufmerksam zu machen und ihre Freilassung zu bewirken. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich rapide. Der 41-Jährige wurde im Zuge einer unfairen Gerichtsverhandlung wegen angeblicher "terroristischer Aktivitäten" zu 20 Jahren Haft verurteilt. Amnesty International ist in großer Sorge um den Gesundheitszustand und fordert seine sofortige Freilassung.

Hintergrundinformation

Oleg Sentsov hatte in der Ukraine die Bewegung des Maidan unterstützt und war am 10. Mai 2014 in seinem Haus in Simferopol auf der Krim verhaftet worden. Anschließend wurde er nach Russland gebracht und dort von einem Militärgericht wegen angeblicher terroristischer Aktivitäten zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren verurteilt. Amnesty International hatte das Verfahren in mehrerer Hinsicht als unfair eingestuft. So stützte sich das Urteil auf die Aussage eines Zeugen, der seine Aussage widerrufen und angegeben hatte, seine ursprüngliche belastende Aussage sei unter Folter erfolgt. Den Foltervorwürfen ist nie auszureichend nachgegangen worden. Amnesty International setzt sich für die Freilassung von Oleg Sentsov ein, solange ihm nicht plausibel Straftaten zur Last gelegt werden können.

Mitmachen

Auf der Website der European Film Academy kannst du für Oleg Sentsov aktiv werden

Beteilige dich auch an der Aktion des PEN-Zentrums und schreibe einen Brief an die russischen Behörden

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