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© Amnesty-NW Frauenrechte

Iran: Entlassung von Menschenrechtsaktivist*innen aus ungerechten Haftstrafen!

31. Oktober 2018

Der Raum für Menschenrechtsaktivismus im Iran schrumpft rapide, da die Justiz- und Sicherheitsorgane des Staates ihr Vorgehen intensivieren. Aber Anti-Todesstrafen - Aktivist*innen, Aktivist*innen für die Rechte von Frauen- und Minderheiten, Gewerkschafter*innen und viele andere setzen sich mutig weiter dafür ein. 

Ihre Entschlossenheit hat schwerwiegende Folgen - sie werden nach grob ungerechten Prozessen eingesperrt und von den iranischen Staatsmedien als "Staatsfeinde" und "Verräter" bezeichnet. 

 

Narges Mohammadi ist eine angesehene und preisgekrönte Menschenrechtsaktivistin. Als Inspiration für viele, spricht sie sich gegen die Todesstrafe aus und verteidigt leidenschaftlich die Rechte der Frauen. Für ihre Arbeit am Zentrum für Menschenrechtsverteidiger*innen war sie bereits sechs Jahre im Gefängnis. Sie ist nun zu weiteren 16 Haren hinter Gittern verurteilt worden. Narges hat im Gefängnis Anfälle erlitten und benötigt eine spezielle medizinische Versorgung, die sie dort nicht erhalten kann. Sie wurde grausam von ihrer Familie getrennt, einschließlich ihrer beiden kleinen Kinder Ali und Kiana, die sie seit zwei Jahren nicht mehr gesehen hat. 

 

Arash Sadeghi wurde zu 19 Jahren Gefängnis verurteilt. Sein Verbrechen? Friedliche Menschenrechtsaktivitäten, einschließlich der Kommunikation mit Amnesty International. Arash's Behandlung im Gefängnis war grausam. Er wurde gefoltert, geschlagen und sexuell gedemütigt. Er wurde zusammen mit seiner Frau verhaftet und konnte ihre Schreie in der nächsten Zelle hören, als auch sie verhört wurde. Er ist nach einem längeren Hungerstreik schwer krank und braucht dringend eine spezialisierte medizinische Versorgung. 

 

Narges und Arash's Fälle sind nur die Spitze des Eisbergs. Dutzende andere im Iran werden schikaniert, einige sogar gefoltert und ins Gefängnis geworfen - nur weil sie den Mut haben, sich gegen Ungerechtigkeit auszusprechen. 

Aber wir können den Funken Mut in uns allen finden, für das Richtige einzutreten. Schließ dich uns an und fordere den iranischen AUßenminister, Mohammad Javad Zarif, auf: 

  • Narges Mohammadi und Arash Sadeghi sofort und bedingungslos freizulassen.
  • Alle anderen Menschenrechtsverteidiger*innen, die ausschließlich wegen der friedlichen Ausübung ihrer Rechte inhaftiert wurden, freizulassen und bis zu ihrer Freilassung sicherzustellen, dass sie alle die benötigte medizinische Versorgung erhalten bzw. dass sie gegebenenfalls aus dem Gefängnis entlassen werden, um sie zu erhalten.
  • Sicherzustellen, dass das Strafrechtssystem nicht dazu benutzt wird, dass Menschenrechtsverteidiger*innen für ihren friedlichen Aktivismus ins Visier geraten und ein sicheres und freies Umfeld gewährleisten, in dem es möglich ist, die Menschenrechte zu verteidigen und zu fördern, ohne Angst vor Repressalien, Strafen oder Einschüchterungen haben zu müssen.

Wir werden nicht aufhören, bis sie alle frei sind. Unterschreibe jetzt die Petition und lass den Iran wissen, dass die Welt zusieht!

Setz dich ein!