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© Kelly kurz nach ihrer Freilassung in Colorado © Translatin@Coalition

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Gute Nachricht: Transfrau Kelly endlich aus Asylhaft entlassen

27. Juli 2020

Die 23-jährige Transfrau Kelly aus Honduras ist endlich nach zwei Jahren und elf Monaten aus der so genannten Asylhaft in den USA freigelassen worden!

Ihr Anwalt sagte, ihre Freilassung sei das Ergebnis der Kampagne für sie. Es gab keinen anderen Grund (es gab zum Beispiel keinen Gerichtsbeschluss, der die Behörden zum Handeln zwang).

Kelly ist sicher bei ihren Unterstützer*innen in den USA, die sie mit einem herzlichen Willkommensgruß abholten.

Kelly ist eine 23-jährige Asylsuchende, die im Alter von zwölf Jahren aus Honduras geflohen ist, weil gegen sie transfeindliche Gewalt ausgeübt wurde. Die US-Einwanderungsbehörde (ICE) hielt sie mehr fast drei Jahre in Haft.

Während ihrer zweieinhalbjährigen Haft hat Kelly Gonzalez Aguilar aufgrund ihrer Geschlechtsidentität mehrere Monate in Einzelhaft verbracht. Es gibt viele weitere transgeschlechtliche Menschen, die wie Kelly unrechtmäßig in Einwanderungseinrichtungen inhaftiert sind, während sie auf die Entscheidung in ihrem Asylverfahren warten. In den Hafteinrichtungen erleben sie aufgrund ihrer Geschlechtsidentität häufig eine unmenschliche Behandlung. Die USA verfügen über das größte Einwanderungshaftsystem der Welt. Durchschnittlich befinden sich pro Tag 40.000 Migrant*innen und Asylsuchende in den mehr als 200 Einwanderungshafteinrichtungen des Landes (Stand Anfang 2020).

Kelly Gonzalez Aguilar war - und andere Inhaftierte sind es noch - während der COVID-19-Pandemie besonders gefährdet. Amnesty International liegen Schilderungen von Inhaftierten derselben Hafteinrichtung vor, in der auch Kelly Gonzalez Aguilar festgehalten wurde. Die Bedingungen werden als gefährlich beschrieben, weil die Behörden keine Handdesinfektionsmittel oder Gesichtsschutzmasken zur Verfügung stellen, obwohl die Insass*innen sich nicht an den vorgeschriebenen Mindestabstand halten können.

Da die Behörden für die Gesundheit und Sicherheit der Migrant*innen und Asylsuchenden in Hafteinrichtungen verantwortlich sind, müssen sie alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um Inhaftierte vor dem Corona-Virus bzw. COVID-19 zu schützen.

Danke allen, die sich für Kelly eingesetzt haben!

Corona-Krise: Lassen wir niemanden zurück!

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