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© Nach dem Großbrand im Lager Moria am 16. März / MANOLIS LAGOUTARIS/AFP via Getty Images

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Corona-Krise: Solidarität mit allen betroffenen Menschen

19. März 2020

Die weltweite Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 bedroht nicht nur EU-Bürger*innen, sondern auch schutzsuchende Menschen auf den griechischen Inseln. 

"Situationen wie die Corona-Krise fordern unser aller Solidarität", sagt Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland. "Wir alle sind persönlich gefragt, auf Risikopersonen in unserer Nähe durch empathische Distanz Rücksicht zu nehmen oder Menschen in Quarantäne zu helfen. Und Solidarität brauchen wir auch auf internationaler Ebene: Bei der Zusammenarbeit und Hilfe für besonders betroffene Länder und bei humanitären Notlagen für besonders bedrohte Menschen."

Auf den griechischen Inseln herrscht seit Monaten eine vielfach missachtete humanitäre Notlage: In den vergangenen Tagen hatte der Leiter des Lagers in Moria die europäischen Staaten um Hilfe angesucht. Denn dort leben inzwischen rund 21.000 Menschen, wo maximal 3000 Platz haben. Am 16. März starb ein sechsjähriges Mädchen bei einem Brand auf Lesbos. Mit der bereits jetzt schon mangelhaften medizinischen Versorgung bedroht die Corona-Pandemie das Leben Tausender Kinder, Frauen und Männer.

"Die Lage auf den Inseln hat sich für Tausende kaum vorstellbar verschlimmert. Die europäischen Staaten müssen jetzt entschlossen die Evakuierung und umgehende Not-Versorgung der Familien in die Hand nehmen", mahnt Beeko.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte am 16. März die Bedeutung internationaler Solidarität vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen der Corona-Pandemie und der weiter dramatischen Situation in Syrien hervorgehoben. "Der Aufruf zu mehr Solidarität muss auch die Zehntausenden Menschen auf den griechischen Inseln umfassen, die seit Jahren von der EU ignoriert werden", so Beeko. "Brüssel muss Griechenland dabei unterstützen, diese humanitäre Krise zu lösen, bevor sie sich durch das Corona-Virus dramatisch verschärft."

Forderung an die österreichische Regierung. Anstatt  menschenrechtskonforme Lösungen zu suchen, unterstützen die EU-Spitze und die meisten EU-Mitgliedsstaaten den menschenfeindlichen Ansatz der griechischen Regierung: Griechenland wird als „europäischer Schutzschild“ bezeichnet. Der menschenfeindliche Krieg gegen Schutzsuchende wird finanziell und mit Einsatzkräften unterstützt.
Die österreichische Regierung ist hier ganz vorne mit dabei – mit Worten und Taten.

Fordere die österreichische Regierung auf, jetzt zu handeln, Verantwortung zu übernehmen, Menschlichkeit zu zeigen und das Leid an Europas Grenze zu stoppen!.

SCHICKE JETZT EIN E-MAIL AN BUNDESKANZLER SEBASTIAN KURZ, VIZE-KANZLER WERNER KOGLER UND MINISTERIN FÜR EU UND VERFASSUNG KAROLINE EDTSTADLER UND FORDERE VON IHNEN DIE EINHALTUNG DER MENSCHENRECHTE!

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