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Amerika: Migrant*innen und Asylsuchende während der Covid-19-Pandemie aus der Haft entlassen

9. April 2020

„Unser Leben ist in Gefahr, weil es hier Menschen gibt, die positiv auf das COVID-19-Virus getestet haben, und es gibt nichts, was wir tun können. Wir haben keine Möglichkeit, uns zu schützen. Dies ist eine Zeitbombe für unser Leben. Wir beten, dass jemand etwas unternimmt."

Dies sind die Worte von Kelly Gonzales, einer Transsexuellen, die in den USA seit über 2,5 Jahren in Einwanderungshaft gehalten wird. In Mexiko starb eine guatemaltekische Asylsuchende nach einem Protest, der zu einem Brand in einem Gefangenenlager führte. Flüchtlinge, die versuchen, in Trinidad und Tobago Sicherheit zu finden, werden weiterhin kriminalisiert und inhaftiert, auch während des COVID-19.

Während die Welt auf die beispiellose COVID-19-Krise reagiert und jede*r von uns während der Pandemie einen sicheren Aufenthaltsort sucht, halten die Behörden in den USA, Kanada, Trinidad und Tobago, Curaçao und Mexiko weiterhin gemeinsam Zehntausende Erwachsene, Familien und Kinder in Einwanderungshaftanstalten fest.

Menschen in überfüllten Haftanstalten gehören zu den am stärksten gefährdeten Personen, die COVID-19 ausgesetzt sind, und sie haben oft nur unzureichenden Zugang zu medizinischer Versorgung.

Wenn es beängstigend ist, zu Hause eingesperrt zu sein, stell dir vor, auf unbestimmte Zeit in der Haftanstalt eingesperrt zu sein und ein hohes Infektionsrisiko zu haben.

Fordere die Regierungen der USA, Mexikos, Kanadas, Curacaos und Trinidads und Tobagos auf, Migrant*innen und Asylsuchende unverzüglich aus der Einwanderungshaft zu entlassen, damit sie vor COVID-19 sicher sind.

Setz dich ein!

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