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Freiheit für Lehrergewerkschafter Esmail Abdi

29. Mai 2018

Der iranische Mathematik-Lehrer und Gewerkschafter Esmail Abdi befindet sich seit einem Monat im Hungerstreik. Er protestiert damit einerseits gegen den Umgang der iranischen Regierung mit Lehrer*innen und Arbeitnehmer*innen im Land und reagiert andererseits darauf, dass ihm der Hafturlaub verweigert wird. Ismail Abdi ist ein gewaltloser politischer Gefangener und verbüßt eine sechsjährige Haftstrafe im Teheraner Evin-Gefängnis.

Amnesty International fordert sein unbedingte und sofortige Freilassung.

Mach bei der Online-Aktion mit oder schicke einen Brief ab. Du kannst jedenfalls bis zum 6. Juni 2018 an der Aktion teilnehmen.

Musterbrief zum Runterladen

Hintergrund

Esmail Abdi wurde erstmals am 27. Juni 2015 von Beamten der Revolutionsgarde verhaftet und für 40 Tage in Einzelhaft gehalten. Im Februar 2016 wurde er nach einem unfairen Prozess vor dem Zweig 15 des Revolutionsgerichts in Teheran zu sechs Jahren Haft verurteilt, der ihn wegen "Verbreitung von Propaganda gegen das System" und "Sammeln und Absprachen zur Begehung von Verbrechen gegen die nationale Sicherheit" für seine friedlichen Gewerkschaftsaktivitäten verurteilte.

Esmail Abdi wurde am 14. Mai 2016 nach einem zweiwöchigen Hungerstreik gegen Kaution freigelassen. Im Oktober 2016 wurde die Strafe von Esmail Abdi allerdings in der Berufung bestätigt und er wurde am 9. November 2016 verhaftet. Er stellte zwei Anträge auf gerichtliche Überprüfung seines Falles, der Oberste Gerichtshof lehnte jedoch beide im Februar bzw. Oktober 2017 ab.