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Damit Menschenrechte nicht im Dunkeln verschwinden und Gerechtigkeit siegt.
Nach 19 Monaten willkürlicher Haft wurden die Menschenrechtsverteidiger*innen Sherifa Riahi, Mohamed Joo und Imen Ouardani am 5. Jänner 2026 endlich freigelassen. Ein Gericht verurteilte die drei aufgrund ihrer Menschenrechtsarbeit zu zwei Jahren Haft; entschied jedoch die Vollstreckung der Strafe auszusetzen.
Am 15. Dezember 2025 hat in Tunis der Prozess gegen Sherifa Riahi, Mohamed Joo, Imen Oardani und einen weiteren NGO-Mitarbeiter begonnen. Grundlage des Verfahrens waren falsche Anschuldigungen in Zusammenhang mit ihrer Menschenrechtsarbeit. Sherifa Riahi und Mohamed Joo arbeiten bei Terre d'Asile Tunisie, dem tunesischen Zweig einer französischen NGO, die Geflüchtete und Migrant*innen unterstützt. Imen Oardani hat als ehemalige stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Sousse mit der NGO zusammengearbeitet. Sie befanden sich seit ihrer Festnahme im Mai 2024 willkürlich in Untersuchungshaft.
Die tunesischen Behörden gehen immer massiver gegen Menschenrechtsverteidiger*innen und unabhängige Nichtregierungsorganisationen (NGOs) vor.
Ihre Freilassung ist zwar eine Erleichterung für sie und ihre Familien, doch bleibt die Verurteilung willkürlich, da sie ausschließlich auf ihrer legitimen humanitären und menschenrechtlichen Arbeit zur Unterstützung von Geflüchteten und Migrant*innen in prekären Situationen beruhte. Dieser Prozess hätte niemals stattfinden dürfen und verdeutlicht die anhaltende Kriminalisierung der Zivilgesellschaft in Tunesien.
Vielen Dank an alle, die sich engagiert und dazu beigetragen haben, den Druck auf die Behörden aufrechtzuerhalten. Eure Solidarität war von entscheidender Bedeutung.