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Ghana: "Hexenverfolgung" beenden!

29. August 2024

Immer wieder werden Personen, insbesondere ältere Frauen, in Ghana der Hexerei beschuldigt. Diese tief verwurzelte Praxis hat zu unsäglichem Leid, Diskriminierung und Gewalt geführt. 

Der tragische Fall von Akua Denteh, einer 90-jährigen Frau aus Kafaba in der Savannah-Region, ist nur eines der herzzerreißenden Beispiele für die schrecklichen Folgen von Hexereivorwürfen. Am 23. Juli 2020 wurde sie zu Tode geprügelt, nachdem man sie der Hexerei bezichtigt hatte. Leider haben Hunderte Menschen, die der Hexerei beschuldigt wurden, Misshandlungen erlitten und wurden aus ihren Gemeinschaften vertrieben, um in Lagern zurückgezogen zu leben.  

Dieser Beitrag wurde erstellt vom Netzwerk Frauenrechte, das sich innerhalb von Amnesty International Österreich für die Rechte von Mädchen und Frauen einsetzt. Wenn du ihre Arbeit unterstützen möchtest, kannst du hier spenden:

Spendenkonto
IBAN: AT142011100000316326
Verwendungszweck: NW Frauenrechte

Jetzt helfen

Hinter diesen Anschuldigungen stehen oft Aberglaube, Neid und alte Überzeugungen, was zu schweren Menschenrechtsverletzungen und Misshandlungen führt. Die Opfer, meist ältere Frauen, sind brutalen Angriffen, Vertreibung und sozialer Ausgrenzung ausgesetzt. Solche Taten stehen in krassem Gegensatz zu den Werten der Gerechtigkeit, der Menschenwürde und der Gleichheit.

Fordere Präsident Nana Akufo-Addo auf, das Anti-Hexerei-Gesetz 2023 dringend zu unterzeichnen, um diese gefährdeten Menschen zu schützen.

Jetzt unterschreiben!

 

Gesetze sind notwendig

Der Gesetzesentwurf zur Bekämpfung der Hexerei, der nach umfassenden Konsultationen mit verschiedenen Interessengruppen sorgfältig ausgearbeitet wurde, zielt darauf ab, dieses ernste und dringende Problem anzugehen. Er enthält Folgendes:

  • Ein Verbot, Menschen der Hexerei zu beschuldigen und so durch strenge Strafen abschreckend zu wirken
  • Schutzmaßnahmen und Unterstützungssysteme für die Beschuldigten einzurichten, einschließlich sicherer Zufluchtsorte, psychologischer Unterstützung und Wiedereingliederungsprogramme in die Gesellschaft.
  • Durchführung landesweiter Kampagnen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die schädlichen Auswirkungen von Hexereivorwürfen und die Bedeutung des Schutzes der Menschenrechte, insbesondere für die Schwächsten.
  • Schaffung eines klaren Rechtsweges für die Opfer, um Gerechtigkeit und Entschädigung zu erlangen und so die Rechtsstaatlichkeit zu stärken.