Signal 2024 05 03 17 45 02 677
Event

Mahnwache für Politische Gefangene in Venezuela, am 30. Jänner 2026

30. Jänner 2026
Beginn: 15:00 Uhr
gegenüber der Botschaft der Republik Venezuela, Prinz-Eugen-Straße, ggü ONr. 80, 1030 Wien

+++ Änderung des Themas aufgrund von Änderungen der politischen Situation +++

Die Gruppe Wien hält am Freitag, 30. Jänner 2026 von 15-16:00 eine Mahnwache für die politischen Gefangenen in Venezuela gegenüber der Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela.

Bisher sollen nach der Entführung Nicolas Maduros in die USA mehrere Gefangene von der Regierung freigelassen worden sein, unter ihnen die Menschenrechtsaktivistin und Anwältin Rocío San Miguel Sosa. Da geschätzt wird, dass es bis zu 1.000 politische Gefangene in venezolanischen Gefängnissen gibt, richtet sich unsere Aufmerksamkeit nun auf die weniger prominenten Fälle!

Venezuela Fahne Ohne Wappen

NGOs: Mehr als 1.000 politisch Inhaftierte

"Die Maßnahme [Freilassung u.a. von Rocío San Miguel] erfolgt auf Druck von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte nach der Festnahme des linksnationalistischen venezolanischen Staatschefs Nicolas Maduro bei einem US-Militärangriff auf Venezuela am 3. Jänner verkündet, nun selber „die Kontrolle“ über das südamerikanische Land auszuüben.

Viele Familien warten derzeit vor venezolanischen Gefängnissen auf die Freilassung ihrer Angehörigen. Nach Schätzungen von Menschenrechtsgruppen sind in dem Land zwischen 800 und 1.200 Menschen aus politischen Gründen inhaftiert. Noch Ende des vergangenen Jahres waren unter der Regierung Maduros mehrere Oppositionelle inhaftiert worden."

(orf.at vom 12.1.2026 15:21)

Rocío San Miguel Sosa, *1966, ist eine venezolanische Menschenrechtsverteidigerin und -anwältin. Die Gruppe Wien betreut sie als Langzeitfall.

Rocío wurde am 8. Jänner 2026 freigelassen, wobei aber nicht bekannt ist, welchen Auflagen und Einschränkungen sie nun unterliegt.

"Die am 8. Januar Freigelassenen stellen nur einen kleinen Teil derjenigen dar, die in Venezuela weiterhin willkürlich inhaftiert sind. Die weit verbreitete und systematische Praxis politisch motivierter, willkürlicher Inhaftierungen ist Teil einer staatlichen Politik, die darauf abzielt, abweichende Meinungen – ob real oder vermeintlich – zu unterdrücken. Tage vor den Freilassungen am Donnerstag erhielt Amnesty International zahlreiche Meldungen über neue willkürliche Inhaftierungen, darunter die von 14 Journalisten, die inzwischen freigelassen wurden."

 

Bild: Quelle: Wikimedia Commons

Wir fordern von der venezolanischen Regierung die umgehende und bedingungslose Freilassung aller willkürlich Inhaftierten, vor allem auch der  Menschenrechtsverteidiger*innen, die sich unter erheblichen Risiken und Gefahren für die Rechte und die Freiheit der venezolanischen Bevölkerung angesichts systematischer Unterdrückung einsetzen. 

Wir fordern mit Nachdruck die Abschaffung der Repressionspolitik, die Beendigung willkürlicher Inhaftierungen aus politischen Gründen und die Untersuchung der Verantwortlichen für diese schweren Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit bis in die höchsten Ebenen.