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+++ Änderung des Themas aufgrund von Änderungen der politischen Situation +++
Die Gruppe Wien hält am Freitag, 30. Jänner 2026 von 15-16:00 eine Mahnwache für die politischen Gefangenen in Venezuela gegenüber der Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela.
Bisher sollen nach der Entführung Nicolas Maduros in die USA mehrere Gefangene von der Regierung freigelassen worden sein, unter ihnen die Menschenrechtsaktivistin und Anwältin Rocío San Miguel Sosa. Da geschätzt wird, dass es bis zu 1.000 politische Gefangene in venezolanischen Gefängnissen gibt, richtet sich unsere Aufmerksamkeit nun auf die weniger prominenten Fälle!

"Die Maßnahme [Freilassung u.a. von Rocío San Miguel] erfolgt auf Druck von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte nach der Festnahme des linksnationalistischen venezolanischen Staatschefs Nicolas Maduro bei einem US-Militärangriff auf Venezuela am 3. Jänner verkündet, nun selber „die Kontrolle“ über das südamerikanische Land auszuüben.
Viele Familien warten derzeit vor venezolanischen Gefängnissen auf die Freilassung ihrer Angehörigen. Nach Schätzungen von Menschenrechtsgruppen sind in dem Land zwischen 800 und 1.200 Menschen aus politischen Gründen inhaftiert. Noch Ende des vergangenen Jahres waren unter der Regierung Maduros mehrere Oppositionelle inhaftiert worden."
Rocío San Miguel Sosa, *1966, ist eine venezolanische Menschenrechtsverteidigerin und -anwältin. Die Gruppe Wien betreut sie als Langzeitfall.
Rocío wurde am 8. Jänner 2026 freigelassen, wobei aber nicht bekannt ist, welchen Auflagen und Einschränkungen sie nun unterliegt.
Bild: Quelle: Wikimedia Commons
Wir fordern von der venezolanischen Regierung die umgehende und bedingungslose Freilassung aller willkürlich Inhaftierten, vor allem auch der Menschenrechtsverteidiger*innen, die sich unter erheblichen Risiken und Gefahren für die Rechte und die Freiheit der venezolanischen Bevölkerung angesichts systematischer Unterdrückung einsetzen.
Wir fordern mit Nachdruck die Abschaffung der Repressionspolitik, die Beendigung willkürlicher Inhaftierungen aus politischen Gründen und die Untersuchung der Verantwortlichen für diese schweren Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit bis in die höchsten Ebenen.