© APA Images/Octavio Jones
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Urgent Action

Gerechtigkeit für Renee & Alex – Stoppt die Willkür von ICE!

ICE ist teilweise aus Minnesota abgezogen worden. Doch was bleibt ist das Leid und ein Klima der Angst. Noch immer gibt es keine Gerechtigkeit für die willkürlichen Tötungen von Renee Nicole Good und Alex Pretti. Immer noch verbreiten die Einwanderungsbehörden anderswo im Land Angst und Schrecken.

Die Brutalität und Willkür der US-amerikanischen Einwanderungsbehörde ICE darf nicht ungestraft bleiben.

Die Szenen, die sich auf den Straßen in Minnesota abgespielt haben, sind verstörend. Schwangere wurden in den Schnee gedrückt, Menschen mit Gewalt aus ihren Autos gerissen und Kinder verhaftet. Die ICE- Beamt*innen haben während ihrer gewaltsamen Einsätze die Dichterin Renee Good und den Krankenpfleger Alex Pretti erschossen. Alle diese Menschenrechtsverletzungen müssen strafrechtlich verfolgt werden. 

Fordere Gerechtigkeit und ein Ende der ICE-Gewalt!

Jetzt unterschreiben

Seit November 2025 setzen ICE-Beamt*innen Donald Trumps strenge Einwanderungspolitik mit menschenverachtender Gewalt durch. Zwei Menschen wurden auf offener Straße hingerichtet. 

Renee Nicole Good beobachtete als ehrenamtliche Rechtsbeobachterin Aktivitäten der Einwanderungsbehörden, als ICE-Beamt*innen sie am 7. Jänner 2026 in ihrem Auto erschossen. Am 24. Jänner wurde der Krankenpfleger Alex Pretti mit mindestens zehn Schüssen in den Rücken getötet, als er einen ICE-Einsatz filmte.

Die Unmenschlichkeit, mit der ICE-Beamt*innen vorgehen, ist kaum vorstellbar. In Minnesota haben sie unter anderem ein 5-jähriges Kind verhaftet und als „Köder“ benutzt, um weitere Familienmitglieder festzunehmen und Blendgranaten und Tränengaskanister in nächster Nähe eines Autos eingesetzt, in dem sich sechs Kinder befanden. Im Auto war auch ein sechs Monate altes Baby, das daraufhin wiederbelebt werden musste.

Diese brutalen Maßnahmen haben dazu geführt, dass rassifizierte Gemeinschaften in den USA in Angst leben. Die Menschen fürchten sich, ihre Häuser zu verlassen, Kinder gehen nicht zur Schule, und Familien bangen um ihren Lebensunterhalt. Zahlreiche Personen wurden in Hafteinrichtungen gebracht, in denen Menschenrechtsverstöße an der Tagesordnung sind. Mindestens 25 Menschen sind im Jahr 2025 in ICE-Gewahrsam gestorben, im Jahr 2026 bereits mindestens sechs. 

Diese Menschenrechtsverletzungen müssen sofort aufhören.

Fordere Gerechtigkeit für Renee & Alex und ein Ende der ICE-Gewalt! Kein weiterer Cent sollte für diesen Horror ausgegeben werden.

Jetzt unterschreiben

Dieser Appell richtet sich an Heimatschutzministerin Kristi Noem.

Seit November 2025 setzt die US-Regierung unter Donald Trump ihre strenge Einwanderungspolitik mit harter Hand durch, vor allem im Bundesstaat Minnesota. Unter dem Namen „Operation Metro Surge“ gingen mehr als 3.000 Bundesbeamt*innen in Minnesota gegen Einwander*innen vor, insbesondere gegen Menschen somalischer Herkunft. Präsident Trump hat Menschen somalischer Abstammung in der Vergangenheit als „Abfall“ bezeichnet, die „den einst großartigen Staat Minnesota komplett überlaufen“. Der Einsatz hat zu exzessiver Gewaltanwendung geführt, einschließlich tödlicher Gewalt, und zu Racial Profiling von People of Colour. Auch Personen, die ICE-Aktivitäten und die dagegen gerichteten Proteste dokumentieren, müssen mit Menschenrechtsverletzungen rechnen.

Am 7. Jänner 2026 wurde Renee Nicole Good, eine weiße ehrenamtliche Rechtsbeobachterin, die ICE-Aktivitäten dokumentierte, von ICE-Angehörigen in ihrem Auto außergerichtlich hingerichtet. Sie hatte mit ihrem Wagen teilweise den Verkehr blockiert, während sich ein Konvoi von nicht gekennzeichneten Fahrzeugen der Einwanderungsbehörde in der Nähe befand. Videoaufnahmen widersprachen der Darstellung der Situation durch ICE-Angehörige, und die Heimatschutzministerin Kristi Noem bezeichnete Renee Good als „Terroristin“, noch bevor eine Untersuchung des Vorfalls durchgeführt wurde. Laut Angaben der lokalen und bundesstaatlichen Behörden weigert sich die Regierung, bei einer Untersuchung des Vorfalls zusammenzuarbeiten.

Am 14. Jänner fuhren Destiny Jackson und ihr Ehemann zusammen mit ihren sechs Kindern im Alter von 6 Monaten bis 11 Jahren in Minneapolis nach Hause, als sie auf einen ICE-Einsatz und eine entsprechende Protestveranstaltung stießen. Die Familie versuchte, das Areal zu verlassen, doch ICE-Angehörige setzten neben ihrem Auto Tränengaskanister ein, die in das Innere des Fahrzeugs drangen. Die Autotüren verriegelten sich daraufhin automatisch, was der Familie das Atmen und das Verlassen des Fahrzeugs erschwerte. Das sechs Monate alte Kind wurde von Hilfeleistenden bewusstlos aufgefunden und musste wiederbelebt werden.

Am selben Tag wurde Nasra Ahmed, eine somalisch-amerikanische Frau, von mindestens zehn ICE-Angehörigen umzingelt, als sie ihren Wohnkomplex verließ, um Medikamente abzuholen. Als sie versuchte, Dokumente zum Nachweis ihrer US-Staatsbürgerschaft vorzulegen, wurde sie gewaltsam zu Boden gestoßen, ohne Haftbefehl festgenommen und rassistisch beschimpft. Sie wurde zwei Tage lang in Gewahrsam gehalten und musste sich danach im Krankenhaus behandeln lassen, weil ICE-Angehörige ihr Prellungen und eine Gehirnerschütterung zugefügt hatten.

Am 20. Januar 2026 wurde der fünfjährige Liam Conejos Ramos, über dessen Asylantrag noch entschieden werden muss, von Angehörigen der Einwanderungsbehörde festgenommen, als sein Vater mit ihm auf dem Heimweg von der Schule war. ICE-Angehörige benutzten ihn daraufhin als „Köder“, indem sie ihn zu seinem Haus brachten und an die Tür klopfen ließen, um zu sehen, ob andere Familienmitglieder zuhause waren, bevor sie ihn und seinen Vater in eine Hafteinrichtung in Texas brachten.

Am 24. Januar wurde Alex Pretti, ein weißer Demonstrationsteilnehmer, von einem Grenzschützer außergerichtlich hingerichtet. Alex Pretti leitete vor Ort den Verkehr um die Bundesbeamt*innen herum und filmte ihre Aktivitäten. Als er eingriff, um einer anderen Demonstrantin zu helfen, die von Beamt*innen gestoßen worden war, stürzten sich mindestens fünf Beamte auf ihn und nahmen ihm seine legale Schusswaffe ab. Wenige Augenblicke später gab ein Grenzschützer einen Schuss in Alex Prettis Rücken ab. Er und ein weiterer Beamter gaben noch zusätzlich neun bis zehn weitere Schüsse ab. Alex Pretti starb an Ort und Stelle. Regierungsvertreter*innen bezeichneten ihn umgehend als „Terroristen“ und behaupteten, er habe versucht, seine Waffe zu benutzen, obwohl Videoaufnahmen das Gegenteil beweisen.

Am 18. Januar wurde Chongly Scott Thao, ein älterer Mann aus Minnesota, der der chinesischen indigenen Gemeinschaft der Hmong angehört, mit vorgehaltener Waffe und ohne Durchsuchungsbefehl aus seiner Wohnung abgeführt. ICE-Angehörige brachen seine Haustür auf und zwangen ihn, in Unterwäsche und einer Decke durch die Kälte zu laufen. Sie ignorierten seine Familienangehörigen, die seine US-Staatsbürgerschaft nachweisen konnten. Wenige Stunden später wurde Chongly Scott Thao wieder auf freien Fuß gesetzt und nach Hause zurückgebracht. 

Diese brutalen Maßnahmen haben dazu geführt, dass Angehörige rassifizierter Gemeinschaften in Angst leben. Menschen fürchten sich, ihre Häuser zu verlassen, Kinder gehen nicht zur Schule, und Familien bangen um ihren Lebensunterhalt. Zahlreiche Personen wurden in Hafteinrichtungen untergebracht, in denen Menschenrechtsverstöße an der Tagesordnung sind. Bisher sind im Jahr 2026 bereits mindestens sechs Migrant*innen in ICE-Gewahrsam gestorben. Bei einem dieser Fälle wurde festgestellt, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelte.

Diese Vorfälle zeigen außerdem, dass Angehörige der Einwanderungsbehörden ungestraft Menschenrechtsverletzungen begehen. Das scharfe Vorgehen im Rahmen von „Operation Metro Surge“ weist autoritäre Züge auf und verstößt gegen die Menschenrechte.

MUSTERBRIEF

APPELLE AN

Heimatschutzministerin
DHS Secretary
Kristi Noem
300 7th St SW, Washington, DC 20024
USA
E-Mail: kristi.noem@hq.dhs.gov

KOPIEN AN

Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika
Herr Arthur Graham FISHER
Boltzmanngasse 16
1090 Wien
Fax: (+43 / 1) 310 06 82
E-Mail: ViennaUSEmbassy@state.gov

ANMERKUNGEN

Amnesty fordert:

  • Ich fordere die US-Regierung auf, ihren internationalen Menschenrechtsverpflichtungen nachzukommen und die militarisierte Durchsetzung von Einwanderungsbestimmungen in allen Landesteilen zu beenden.
  • Bitte arbeiten Sie mit Lokalbehörden zusammen, um alle Vorfälle von exzessiver Gewaltanwendung und auch die Anwendung von tödlicher Gewalt gegen Anwohner*innen und Demonstrierende zu untersuchen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
  • Ich appelliere an Sie, die massenhafte Abschiebung und Inhaftierung von Menschen in den USA zu beenden. Sehen Sie zudem von diskriminierenden Personenkontrollen (Racial Profiling) bei der Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen ab.

INHALT

Dear Secretary Noem,  

I am writing to express my deep concern and alarm at the violent, militarized immigration enforcement by Immigration and Customs Enforcement (ICE), Border Patrol and other federal agents in cities and communities across the USA. These operations must cease and all human rights violations must be fully investigated and prosecuted. 

I am appalled to learn that, in a single month (January 2026), following the expansion of ICE and Border Patrol operations in Minneapolis and St. Paul, Minnesota, federal agents have: 

  • extrajudicially executed Renee Good, a writer and mother, and Alex Pretti, an ICU nurse, who were actively observing ICE and Border Patrol operations;
  • threatened a pregnant immigration lawyer in her firm’s parking lot;
  • targeted and detained refugees;
  • detained numerous U.S. citizens, including one who was dragged out of his house in his underwear and another taken without her family knowing her whereabouts;
  • smashed in the windows of cars and detained their occupants, including a U.S. citizen who was on her way to a medical appointment at a traumatic brain injury center;
  • deployed crowd-control grenades and a tear gas container next to a car that contained six children, including a 6-month-old;
  • subjected entire communities to racial profiling; and
  • detained a 5-year-old and used him as “bait” to detain additional family members. 

As you must be aware, these widespread enforcement actions have resulted in racialized communities living in fear, afraid to leave their homes, children missing school, and food insecurity, and have placed individuals in detention facilities that are rife with abuse. It is unacceptable that, already in 2026, at least six migrants have died while in ICE custody, including one that was determined a homicide. 

I demand that you uphold your international human rights obligations and end the militarized enforcement across the USA; work with local authorities to investigate all excessive use of force incidents against residents and protesters, including the use of lethal force, and hold those responsible accountable; while end the use of mass deportation and detention and the use of racial profiling in immigration enforcement.  

Furthermore, I call on Congress to reject any additional funding for ICE and to immediately take steps to hold ICE accountable for the deaths and other human rights violations it has caused, and to end these deadly enforcement practices. Not one more life should be lost. Not one more dollar should be spent enabling this horror.

Sincerely,

MUSTERBRIEF

APPELLE AN

Heimatschutzministerin
DHS Secretary
Kristi Noem
300 7th St SW, Washington, DC 20024
USA
E-Mail: kristi.noem@hq.dhs.gov

KOPIEN AN

Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika
Herr Arthur Graham FISHER
Boltzmanngasse 16
1090 Wien
Fax: (+43 / 1) 310 06 82
E-Mail: ViennaUSEmbassy@state.gov

ANMERKUNGEN

Amnesty fordert:

  • Ich fordere die US-Regierung auf, ihren internationalen Menschenrechtsverpflichtungen nachzukommen und die militarisierte Durchsetzung von Einwanderungsbestimmungen in allen Landesteilen zu beenden.
  • Bitte arbeiten Sie mit Lokalbehörden zusammen, um alle Vorfälle von exzessiver Gewaltanwendung und auch die Anwendung von tödlicher Gewalt gegen Anwohner*innen und Demonstrierende zu untersuchen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
  • Ich appelliere an Sie, die massenhafte Abschiebung und Inhaftierung von Menschen in den USA zu beenden. Sehen Sie zudem von diskriminierenden Personenkontrollen (Racial Profiling) bei der Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen ab.

INHALT

Dear Secretary Noem,  

I am writing to express my deep concern and alarm at the violent, militarized immigration enforcement by Immigration and Customs Enforcement (ICE), Border Patrol and other federal agents in cities and communities across the USA. These operations must cease and all human rights violations must be fully investigated and prosecuted. 

I am appalled to learn that, in a single month (January 2026), following the expansion of ICE and Border Patrol operations in Minneapolis and St. Paul, Minnesota, federal agents have: 

  • extrajudicially executed Renee Good, a writer and mother, and Alex Pretti, an ICU nurse, who were actively observing ICE and Border Patrol operations;
  • threatened a pregnant immigration lawyer in her firm’s parking lot;
  • targeted and detained refugees;
  • detained numerous U.S. citizens, including one who was dragged out of his house in his underwear and another taken without her family knowing her whereabouts;
  • smashed in the windows of cars and detained their occupants, including a U.S. citizen who was on her way to a medical appointment at a traumatic brain injury center;
  • deployed crowd-control grenades and a tear gas container next to a car that contained six children, including a 6-month-old;
  • subjected entire communities to racial profiling; and
  • detained a 5-year-old and used him as “bait” to detain additional family members. 

As you must be aware, these widespread enforcement actions have resulted in racialized communities living in fear, afraid to leave their homes, children missing school, and food insecurity, and have placed individuals in detention facilities that are rife with abuse. It is unacceptable that, already in 2026, at least six migrants have died while in ICE custody, including one that was determined a homicide. 

I demand that you uphold your international human rights obligations and end the militarized enforcement across the USA; work with local authorities to investigate all excessive use of force incidents against residents and protesters, including the use of lethal force, and hold those responsible accountable; while end the use of mass deportation and detention and the use of racial profiling in immigration enforcement.  

Furthermore, I call on Congress to reject any additional funding for ICE and to immediately take steps to hold ICE accountable for the deaths and other human rights violations it has caused, and to end these deadly enforcement practices. Not one more life should be lost. Not one more dollar should be spent enabling this horror.

Sincerely,

Fordere Gerechtigkeit für Renee & Alex

Anrede