Loading...

event

Intergeschlechtliche Kinder schützen!

10. Dezember 2018 Beginn: 18:00
Regenbogenfamilienzentrum Wien Franzensgasse 25/11, 1050 Wien

Am 10.12., dem Internationalen Tag für Menschenrechte laden QueerAmnesty Österreich und der Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich zu einer Informationsveranstaltung ein:

Weltweit werden Schätzungen zufolge 1,7 Prozent der Kinder mit Geschlechtsmerkmalen geboren, die nicht mit den geltenden Normen von männlich und weiblich übereinstimmen. Man spricht von einer "Variation der Geschlechtsmerkmale" oder in bestimmten Fällen auch von "intergeschlechtlich".
In Deutschland und Österreich werden diese Kinder häufig operiert oder hormonellen Behandlungen unterzogen, um sie zu "normalisieren" und ihnen ein eindeutig männliches oder weibliches Geschlecht zuzuweisen. Diese unumkehrbaren medizinischen Eingriffe können zu anhaltenden körperlichen und seelischen Schäden führen. So leiden Betroffene z. B. nach einer Sterilisation/Kastration teils lebenslang unter Schmerzen, dem Verlust der sexuellen Empfindsamkeit oder großen psychischen Problemen. Die medizinischen Behandlungen werden oft ohne eine Notfallsituation durchgeführt und ohne, dass die sehr jungen Kinder dies selbst entscheiden könnten. So werden ihre Menschenrechte auf Gesundheit, körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung verletzt.
In Deutschland gibt es derzeit eine PETITION, die an die deutsche Bundesregierung gerichtet ist: https://www.amnesty.de/mitmachen/petition/intergeschlechtliche-kinder-schuetzen

18:00 Uhr: Expert*innen-Runde:

Expert*innen:


Dr.Lilly Damm 
FE Child Public Health in der Abteilung für Umwelthygiene und Umweltmedizin 
Zentrum für Public Health der MedUniWien 

Martina Enzendorfer
Bildungswissenschaftler*in und Sozialpädagog*in

Eva Matt
Jurist*in
Obmensch der Plattform Intersex Österreich

Tinou Ponzer
Vizeobmensch VIMÖ – Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich
Inter*aktivist*in

QueerAmnesty Deutschland