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Journalisten in Nordirland eingesperrt

2. März 2019

1994 zeigte ein Pub in County Down, Nordirland, ein WM-Spiel zwischen der Republik Irland und Italien.

Plötzlich kamen zwei Paramilitärs herein und schossen mit einer Maschinenpistole in die Menschenmenge. Sechs unschuldige Menschen starben.

Später wurde festgestellt, dass die Polizei bei der Vertuschung dieses schrecklichen Verbrechens mitgewirkt hatte, indem sie Beweise vernichtet und keine ordnungsgemäße Untersuchung durchgeführt hat. Bis heute wurde niemand vor Gericht gestellt.

Kein Stein auf dem anderen

Im Juni 2016 bestätigte ein Bericht des Polizei-Ombudsmannes die polizeiliche Absprache bei dem Massaker. Zu dieser Zeit arbeiteten Trevor und Barry an einem Film mit dem Titel 'No Stone Unturned', der von dem mit einem Oscar ausgezeichneten Filmemacher Alex Gibney gedreht wurde. Es wird die volle Geschichte des Angriffs und der polizeilichen Absprachen mit den beteiligten Paramilitärs erzählt.

Der Film, der das schockierende Ausmaß der staatlichen Absprachen aufdeckte, löste eine große Reaktion aus, als er im Oktober 2017 auf dem New York Film Festival Premiere feierte.

Verhaftung und Verhör

Im August 2018 durchsuchten schätzungsweise 100 Polizeibeamte des nordirischen Polizeidienstes (PSNI) und der Polizei von Durham die Häuser und Büros der beiden Journalisten. Sie beschlagnahmten Dokumente, Telefone und Computer. Sie verhafteten die Männer, offenbar im Zusammenhang mit der Verletzung des Amtsgeheimnisgesetzes, in Bezug auf Dokumente, die ihnen zugespielt worden waren.

Sechs Monate später werden Trevor und Barry weiterhin von der Polizei in Belfast verhört und könnten möglicherweise ins Gefängnis kommen - eine große Sorge für Journalisten in Nordirland.

Wir sind besorgt, dass die Verhaftung dieser Journalisten im Zusammenhang mit ihrer Arbeit zur Untersuchung schwerer Menschenrechtsverletzungen im Vereinigten Königreich die Meinungs- und Pressefreiheit beeinträchtigt.

Das Strafrecht wird weltweit zunehmend missbraucht, um die lebenswichtige Arbeit von Journalisten einzuschränken. Es ist äußerst beunruhigend, dass wir dies jetzt auch in Europa erleben müssen.

Hilf mt.

Mach bei unserer Online Aktion mit und schicke eine Solidaritätsbotschaft an die beiden Journalisten.

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