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Mahnwache zu Afghanistan

3. Februar 2023 - 3. Februar 2023 Beginn: 16:00 Uhr
Platz der Menschenrechte, 1070 Wien

Mahnwache zu Afghanistan

Freitag, 3. Februar 2023

Wien, Platz der Menschenrechte

 

Die Gruppe Wien lädt alle Interessierten zu einer Mahnwache ein, die auf die katastrophale humanitäre Situation in Afghanistan - besonders von Mädchen und Frauen - aufmerksam machen möchte.

Am 24. Dezember 2022 wiesen die Taliban, alle in- und ausländischen Nichtregierungsorganisationen an, keine weiblichen Mitarbeiter*innen einzustellen. Vier Tage zuvor zwangen sie alle Universitäten dazu, bis auf weiteres keine Studentinnen aufzunehmen. Im November 2022 wurde Frauen der Zugang zu Parks und Sporthallen im Land verwehrt. Im März 2022 wurden alle weiterführenden Schulen für Mädchen geschlossen.

Seit sie im August 2021 die Kontrolle über das Land übernommen haben, verletzen die Taliban das Recht von Frauen und Mädchen auf Bildung, Arbeit und Bewegungsfreiheit systematisch. Sie haben den Schutz und die Unterstützung für Menschen, die vor häuslicher Gewalt fliehen, eingestellt. Sie haben Frauen und Mädchen wegen geringfügiger Verstöße gegen diskriminierende Vorschriften verfolgt und inhaftiert; und sie haben dazu beigetragen, dass die Zahl der Kinder- und Zwangsheiraten in Afghanistan stark angestiegen ist.

Amnesty International fordert die De-facto-Behörden der Taliban auf, Frauen und Mädchen unverzüglich die Rückkehr zur Sekundar- und Hochschulbildung zu gestatten und Frauen die Möglichkeit zu geben, zu arbeiten und selbständigen Zugang zu öffentlichen Gebäuden zu erhalten. Die internationale Gemeinschaft muss die Taliban außerdem auffordern, ihre restriktive Politik rückgängig zu machen, den Frauen die Wiederaufnahme einer Beschäftigung in Nichtregierungsorganisationen zu gestatten und die vollen staatsbürgerlichen Rechte der Frauen im ganzen Land zu gewährleisten.

"Es ist, als würden die Taliban das Land absichtlich in eine Hungersnot treiben. Ihre diskriminierende, frauenfeindliche Politik führt zu einem schockierenden Ausmaß an Ernährungsunsicherheit und macht die Bereitstellung internationaler Hilfe fast unmöglich. (Yamini Mishra, Regionaldirektorin von Amnesty International für Südasien)

 

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