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Kerze der Hoffnung Februar 2019

11. März 2019

indigene Bevölkerung in Kenia bedroht

Diesmal geht es um eine Gruppe von Menschen in Kenia, die dringend Unterstützung benötigt. 

Hintergrundinformation: Die kenianische Regierung hat tausende Menschen aus ihrem angestammten Waldgebiet vertrieben. Die indigene Bevölkerungsgruppe der Sengwer lebt seit Jahrhunderten im Embobut- Wald. Die Behörden gehen jedoch seit Jahren massiv gegen die Sengwer vor, angeblich um den Wald zu schützen. Seit 2012 haben Angehörige der Forstverwaltung und der Polizei schätzungsweise 2.600 Häuser der Sengwer im Embobut-Wald niedergebrannt; dabei verloren etwa 4.600 Menschen ihr Zuhause. Anfang 2018 erschossen Waldhüter sogar einen Sengwer, ein weiterer wurde schwer verletzt. Die Lebensgrundlagen und die kulturelle Identität der Bevölkerungsgruppe sind bedroht. Sengwer, die bereits aus dem Wald vertrieben worden sind, leben häufig in Armut. Obwohl Gerichte mehrfach den Schutz der Sengwer angeordnet haben, hält das gewaltsame Vorgehen der Behörden an.

Wir schicken die Unterschriften an den kenianischen Präsidenten und fordern ihn auf, sich dafür einzusetzen, dass die Sengwer in Frieden und Freiheit auf ihrem traditionellen Land leben können. Er soll außerdem dafür sorgen, dass das Niederbrennen ihrer Häuser sofort gestoppt wird. Die Sengwer sollten als Besitzer_innen des Embobut-Waldes anerkannt werden, und es sollte gemeinsam mit ihnen überlegt werden, wie der Wald erhalten werden kann.