
IHRE SPENDE ZÄHLT
Presseaussendung:
Neuer Amnesty-Chef Salil Shetty: Rechte der Ärmsten achten
"Alles tun, um sicherzustellen, dass Regierungen weltweit die Rechte der ärmsten und verletzlichsten Menschen respektieren" - das versprach der neue Generalsekretär von Amnesty International, Salil Shetty bei Amtsantritt.
Die Regierungen müssten Menschenrechte in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen gegen Armut stellen, forderte der anerkannte Armuts-Experte an seinem ersten Arbeitstag im Internationalen Sekretariat von Amnesty International in London.
Es brauche neue Wege, um die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte systematischer mit den bürgerlichen und politischen Rechten zu verbinden, erklärte der neue Amnesty-Chef und unterstrich die Unteilbarkeit der Menschenrechte. „In der Praxis ist es nicht besonders sinnvoll, zwischen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten auf der einen Seite sowie politischen und bürgerlichen Rechten auf der anderen Seite zu trennen. Denn es sind die dieselben Personen, deren verschiedene Rechte verletzt werden.“
Shetty war in den vergangenen sechs Jahren Direktor der UNO-Milleniumskampagne gegen Armut und hat dort starke Partner in der Zivilgesellschaft, aber auch bei Unternehmen und Regierungen im Kampf gegen Hunger, Krankheit und Analphabetismus gewonnen. Über seine neue Aufgabe sagte Shetty, er habe „das Privileg, Amnesty im Kampf gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit anführen zu dürfen“. Angesichts bestehender und einer Reihe neuer menschenrechtlicher Herausforderungen werde Amnesty International mehr denn je als führende Stimme gegen Menschenrechtsverletzungen gebraucht.+
"Amnesty International wird mehr denn je gebraucht"
Der neue Amnesty-Chef betonte die Schlagkraft der Menschenrechtsorganisation mit weltweit 2,8 Millionen Mitgliedern. „Wo auch immer ich auf Reisen war, es wurde in den höchsten Tönen von Amnesty International gesprochen; von der starken Verwurzelung in der Bevölkerung über die Forschungsqualität bis hin zur Wirksamkeit der Kampagnen. Die Solidarität und das Engagement unserer Unterstützer zusammen mit unserer Analysestärke sind eine mächtige Kraft, um Veränderung herbeizuführen, wie Amnesty in den vergangenen Jahrzehnten stets bewiesen hat.“
Er wolle auf den grundlegenden Stärken von Amnesty aufbauen, erläuterte der neue Generalsekretär seine Prioritäten. Wichtig seien weitere Kampagnen, um Menschenrechtsverbrecher zur Verantwortung zu ziehen. Zudem soll es neue Anstrengungen gegen ungesetzliche Inhaftierung, die Todesstrafe und Diskriminierung sowie vermehrte Bemühungen um den Schutz der Rechte von Migranten geben.

