IHRE SPENDE ZÄHLT
Presseaussendung / Israel / besetzte palästinensische Gebiete:
Israelischer Angriff auf Schiffe vor Gaza muss untersucht werden
„Das israelische Militär hat allen Anscheins nach exzessive Gewalt gegen die Aktivisten eingesetzt", äußerte Heinz Patzelt, Generalsekretär von Amnesty International in Österreich Skepsis an der offiziellen Version, wonach die Aktivisten die Soldaten angegriffen und die Sicherheitskräfte aus Notwehr gehandelt hätten. „Die Aktivisten hatten klargemacht, dass es ihnen um Protest gegen die so lang anhaltende, völkerrechtswidrige Blockade des Gazastreifens geht", so Patzelt. „Das Vorgehen der Sicherheitskräfte steht nach allem, was wir wissen, in keinem Verhältnis zum Bedrohungspotenzial."
Amnesty International hat wiederholt die Aufhebung der nunmehr fast drei Jahre dauernden israelischen Blockadepolitik gefordert. „Die Blockade des Gazastreifens richtet sich nicht gegen bewaffnete Gruppen, sondern ist eine Form der kollektiven Bestrafung der gesamten Bevölkerung, indem sie die Einfuhr von Lebensmitteln, Medikamenten, Unterrichtsmaterialien und Baustoffen nach Gaza beschränkt", betonte Patzelt. „Es überrascht wenig, dass diese Politik vor allem die Schwächsten der Schwachen trifft: Kinder, Kranke und Ältere."
Dutzende Patienten starben in Gaza, während sie auf israelische Reisegenehmigungen warteten, um außerhalb des schmalen Küstenstreifens behandelt werden zu können. Patzelt hielt fest: „Israel ist völkerrechtlich verpflichtet, das Wohlergehen der Einwohner von Gaza sicherzustellen. Dazu gehört das Recht auf Gesundheit, Bildung, Nahrung und angemessene Unterkunft."

