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Presseaussendung / Israel / besetzte palästinensische Gebiete:

Gaza-Flotte: Amnesty fordert internationale Untersuchung

Israelische Armee kaperte Schiffe mit Hilfsgütern für Gazastreifen - Mindestens neun Aktivisten getötet


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Dienstag, 1. Juni 2010

Amnesty International hat eine internationale Untersuchung der Vorfälle vom 31. Mai gefordert. Zwar läge die Hauptverantwortung der vollständigen Aufklärung der Militäraktion bei der israelischen Regierung, erklärte Interims-Generalsekretär Claudio Cordone noch am Montagabend in London. Doch eine israelische Untersuchung alleine reiche nicht aus, so Cordone.

Nicht nur habe der Vorfall eine internationale Dimension, sondern es gebe "vonseiten Israels weiterhin keine glaubwürdigen Untersuchungen von Menschenrechtsverletzungen" im Zusammenhang mit dem Gaza-Konflikt. Israel solle die entsprechenden UNO-Experten einladen, die Kaperung der Schiffe mit Hilfslieferungen für den Gazastreifen zu untersuchen, forderte der Amnesty-Generalsekretär.

Abgesehen von der Tragödie im Mittelmeer ruft Amnesty International nach einem sofortigen Ende der fast dreijährigen Blockade des Gazastreifens. Die beschränkte Einfuhr von Lebensmitteln, Medikamenten, Unterrichts- und Baumaterialien stelle eine völkerrechtswidrige kollektive Bestrafung der palästinensischen Bevölkerung in Gaza dar und treffe vor allem die Schwächsten, betonte Cordone.