IHRE SPENDE ZÄHLT

Kann ich bei Amnesty mitarbeiten?

Aktives Engagement ist bei Amnesty International ausdrücklich erwünscht! Jeder Einsatz ist gefragt. Sie müssen nicht MenschenrechtsexpertIn sein, um bei Amnesty International für Menschenrechte aktiv zu werden. Informationen, was Sie tun können, finden Sie hier.

Wie kann ich bei Amnesty Mitglied werden?

Als Mitglied von Amnesty International beteiligen Sie sich an der weltweiten Bewegung für die Menschenrechte und unterstützen Amnesty mit einem jährlichen Beitrag. Es geht ganz einfach! Sie können gleich hier das Beitrittsformular ausfüllen.

Was kann ich als Amnesty Mitglied tun?

Die Mitarbeitsmöglichkeiten bei Amnesty Internatioanl Österreich sind vielfältig. Sie können sich als Einzelperson engagieren und z.B. unserem Urgent Action Netzwerk beitreten oder bei einer Amnesty-Gruppen in Ihrer Umgebung mitarbeiten. Einen Überblick über die Möglichkeiten aktiv zu werden finden Sie hier>>

Wie wirksam ist die Arbeit von Amnesty International?

Nichts fürchten TäterInnen von Menschenrechtsverletzungen mehr als Öffentlichkeit. Je mehr Menschen Amnesty International unterstützen, desto mehr können wir erreichen. Je größer die Zahl der UnterstützerInnen, desto größer ist auch der Druck auf die Verantwortlichen für Menschenrechtsverletzungen, diese zu beenden: Todesstrafen umzuwandeln, unfaire Prozesse neu aufzurollen, gewaltlose politische Gefangene freizulassen, Folter und Misshandlung von Gefangenen zu stoppen, Menschenrechtsverletzungen, die zu Armut führen, zu beenden.
Manchmal ist es auch einfach unsere Solidarität, die hilft. Sie hält die Hoffnung am Leben - eine wichtige Kraft für Menschen, die um ihr Überleben kämpfen; für Familienangehörige, die Gerechtigkeit fordern; für MenschenrechtsverteidigerInnen, die trotz Gefahr und Isolation mutig ihre Arbeit fortsetzen.
Immer wieder erfährt Amnesty International von Menschen, dass der Druck auf Regierungen und Behörden ihre Lage verbessert hat. Diese Erfahrungen zeigen, dass die Aktionen der Mitglieder und UnterstützerInnen von Amnesty International etwas verändern können.

Mehr zu unseren Erfolgen >>

Kann ich als Einzelperson überhaupt etwas zur Verbesserung der Menschenrechtssituation in der Welt beitragen?

Das Credo von Amnesty International lautet:
Du kannst. Jeder Mensch ist wichtig. Jeder kann etwas tun. Jeder kann einen wertvollen Beitrag leisten. Der Einsatz für die Menschenrechte hat viele Gesichter. Sie können sich in einer lokalen Amnesty-Gruppe, einer Länder- oder Themengruppe engagieren, unsere Arbeit mit Ihrer Spende unterstützen, am Urgent-Actions-Netzwerk teilnehmen oder Petitionen und Aktionen unterstützen - egal, wofür Sie sich entscheiden: Ihr Einsatz hilft den Menschen, die direkt von Menschenrechtsverletzungen betroffen oder bedroht sind.

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Aktionsmöglichkeiten>>

Kommen die Spendengelder überhaupt zu den Leuten, für die sie gedacht sind?

Amnesty International ist keine Hilfsorganisation, die Spenden sammelt, um sie an Bedürftige weiterzuleiten. Die Arbeit von Amnesty besteht vor allem aus Nachforschungen in aller Welt, Öffentlichkeits- und Medienarbeit, Lobbyingarbeit bei Regierungen, Wirtschaftskonzernen und anderen internationalen Organisationen, Bildungsarbeit usw.

Alle diese Tätigkeiten werden aus den Spendengeldern finanziert, sie dienen sowohl dem Schutz von Einzelpersonen als auch generell der Verbesserung der Menschenrechtssituation.

Wie wird kontrolliert, wofür Amnesty die Spendengelder verwendet?

Damit Amnesty International Österreich auch nachweisen kann, dass die Gelder seriös verwendet werden, gibt es das sogenannte Spendengütesiegel. Das bedeutet, dass sich Amnesty, zusätzlich zur internen Rechnungsprüfung, jährlich einer externen Prüfung unterzieht.

Spendenseite >>

 

Woher kommt das Geld für die Arbeit von Amnesty International?

Amnesty International finanziert sich über Spenden und Beiträge von Mitgliedern und Förderern. Viele Menschen bedenken uns auch mit einer Erbschaft. Menschenrechtsverletzungen müssen unter großem Aufwand ermittelt und bekannt gemacht werden. Politische Unabhängigkeit ist dabei sehr wichtig. Amnesty International finanziert sich deshalb über Spenden, Beiträge und Vermächtnisse. Staatliche und öffentliche Zuwendungen lehnen wir ab. So stellen wir unsere Unabhängigkeit sicher.

Wofür setzt sich Amnesty ganz konkret ein?

Amnesty International setzt sich weltweit für die Einhaltung der Menschenrechte ein, so wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und anderen internationalen Menschenrechtsabkommen festgelegt wurden. Amnesty verteidigt den Grundsatz, dass die Menschenrechte unteilbar sind, und dass sie für alle Menschen gleichermaßen gelten müssen. Amnesty greift immer dann ein, wenn Menschenrechte verletzt werden – sei es durch Regierungen, sei es durch andere Akteure wie Rebellen, Oppositionsgruppen, Privatpersonen oder Unternehmen.


Wofür Amnesty International sich konkret einsetzt:

  • Für den internationalen Schutz der Menschenrechte und die strafrechtliche Verfolgung schwerer Menschenrechtsverletzungen
  • Gegen die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit, ihrer politischen Überzeugung oder ihrer sexuellen Orientierung
  • Für die Freilassung von Gefangenen, die wegen ihrer politischen, religiösen oder sonstigen Überzeugung inhaftiert wurden (Gewissensgefangene)
  • Für die Gleichberechtigung von Frauen und gegen die Gewalt an Frauen
  • Für faire Gerichtsverfahren und Urteile bei Gefangenen, die aus politischen Gründen inhaftiert wurden
  • Für die Abschaffung der Todesstrafe
  • Für die Sicherheit und den Schutz von MenschenrechtsverteidigerInnen
  • Für den Schutz von Flüchtlingen und Asylsuchenden
  • Gegen die Folter und gegen das «Verschwindenlassen» von Menschen
  • Für die weltweite Kontrolle des Waffenhandels und gegen den Einsatz von Kindern in Kriegsdiensten
  • Für die Einhaltung der Menschenrechte auch im Krieg
  • Für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte
  • Für die Einhaltung der Menschenrechte durch Wirtschaftsunternehmen

Wie arbeitet Amnesty International?

Aufdecken, informieren, handeln, verändern - auf diesen vier Säulen basiert die Arbeit von Amnesty International. Amnesty fordert den Schutz der Menschenrechte ein und deckt Menschenrechtsverletzungen auf. Ein globales Netz von BeobachterInnen, sogenannten "ResearcherInnen", erstellt regelmäßig Berichte zur Menschenrechtssituation in den Ländern der Welt, die auf sorgfältigen Nachforschungen basieren. In diesen geht es sowohl um positive Entwicklungen, als auch um eklatante Verstöße gegen die Menschenrechte, zum Beispiel durch die staatliche Unterdrückung des Rechts auf freie Meinungsäußerung. Diese Berichte werden einer breiten Öffentlichkeit, Privatpersonen und Regierungsvertretern gleichermaßen, zur Verfügung gestellt. So klärt Amnesty International auf, schafft ein Bewusstsein für die Situation der Menschenrechte und mobilisiert Menschen, sich gegen Verletzungen der Menschenrechte einzusetzen. Dank seiner Mitglieder kann Amnesty International überall auf der Welt sofort aktiv werden und handeln - mit Kundgebungen, Aktionen, Benefizkonzerten und Unterschriftensammlungen für Petitionen. Amnesty verändert: In vielen Ländern der Welt hat die Arbeit von Amnesty Wirkung gezeigt. Gewaltlose politische Gefangene wurden freigelassen, Todesurteile umgewandelt, Folterer vor Gericht gestellt, oder es wurden Gesetze für einen verbesserten Menschenrechtsschutz erlassen.

Was ist Amnesty International?

Amnesty International ist eine weltweite Bewegung von Menschen, die sich für die Menschenrechte einsetzen. Die Vision von Amnesty ist eine Welt, in der die Menschenrechte gleichermaßen für alle gelten. Die Arbeit von Amnesty beruht auf sorgfältigen Nachforschungen und auf den international vereinbarten Abkommen und Richtlinien für die Menschenrechte. Amnesty ist unabhängig von Regierungen, politischen Parteien, Wirtschaftsinteressen, Ideologien und Religionen. Der Kern von Amnesty International sind ihre Mitglieder und UntestützerInnen. Sie setzen ihre Zeit, ihre Energie und ihre Spenden solidarisch für jene Menschen ein, deren Rechte verletzt werden. Heute hat Amnesty über 2,2 Millionen Mitglieder und UnterstützerInnen in mehr als 150 Ländern. Amnesty International finanziert sich aus privaten Spenden, um vollkommen unabhängig zu sein.

Wie beschafft Amnesty International die Informationen?

Spezialisierte Recherche-Teams untersuchen Meldungen über Menschenrechtsverletzungen, die laufend aus der ganzen Welt bei Amnesty International eintreffen und überwachen Medienmeldungen auf allen Kanälen. Hinzu kommen Berichte von Gefangenen, Flüchtlingen, Anwälten, Medienschaffenden, Augenzeugen und Menschenrechtsorganisationen. Daneben entsendet Amnesty eigene Delegationen in Krisengebiete, um die Situation vor Ort zu prüfen und Fakten zu sammeln (so genannte «fact finding missions»). Alle diese Informationen werden zusammengetragen und verglichen, bis eine zuverlässige Analyse der Situation vorliegt.
Die meisten Informationen, die Amnesty International erhält, müssen zuerst überprüft und verglichen werden. Bevor Amnesty International eine Meldung oder einen Bericht veröffentlicht, werden alle Angaben in einem aufwändigen Verfahren auf ihre Richtigkeit geprüft. Amnesty arbeitet nach dem Grundsatz: «Gründlich anstatt schnell». Damit wird sichergestellt, dass die Informationen von Amnesty International jederzeit unabhängig, unparteilich und zuverlässig sind. Einzig bei den Urgent Actions stellt Amnesty International das rasche Handeln in den Vordergrund. Wenn Amnesty über ihr weltweites Netzwerk Meldungen erhält, dass Personen akut von Menschenrechtsverletzungen bedroht sind, gibt sie diese Informationen nach einer Prüfung so schnell wie möglich an ihre Mitglieder weiter, damit diese aktiv werden können. Die Informationen von Amnesty International über Menschenrechtsverletzungen sind als verlässlich und genau anerkannt und werden von Regierungen, Organisationen und Medien als Quelle genutzt.

Wie und wann ist Amnesty International entstanden?

Der «Appeal for Amnesty» 1961 wurden in Portugal zwei Studenten zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie in einem Café auf die Freiheit angestossen hatten. Portugal war damals eine Diktatur. Diese Nachricht empörte den britischen Anwalt Peter Benenson derart, dass er beschloss, etwas zu unternehmen. Am 28.Mai 1961 veröffentlichte die britische Zeitung  „The Observer“ einen Aufruf zu einer internationalen Kampagne.  Mit dem „Appeal for Amnesty“ rief Peter Benenson die Menschen dazu auf, die Obrigkeiten auf der ganzen Welt mit Protestbriefen für die „vergessenen Gefangenen“ einzudecken. Dieser Aufruf war der Start von Amnesty International.


Die ersten Erfolge
Innerhalb von einem Monat schlossen sich über 1000 Menschen der Protestaktion an. Sechs Monate später war aus der kurzen, einmaligen Kampagne eine beständige, internationale Bewegung geworden. Nach einem Jahr hatte die junge Organisation bereits Delegationen in vier Länder geschickt und 210 Fälle von Gewissensgefangenen aufgenommen. In sieben Ländern gab es lokale Amnesty-Sektionen mit eigenen Mitgliedern. Anerkennung für die Arbeit Unabhängigkeit und Unparteilichkeit waren die Eigenschaften, die Amnesty International von Anfang an als Grundsatz festgelegt hatte, um wirksam für die Menschenrechte handeln zu können.  Nachdem anfänglich die Befreiung von Gewissensgefangenen das Hauptanliegen war, weitete Amnesty International ihr Tätigkeitsfeld bald aus. Es begann der Kampf gegen die Folter, gegen das „Verschwindenlassen“ von Menschen und gegen die Todesstrafe.
Für diese Leistungen erhielt Amnesty International 1977 den Friedensnobelpreis und 1978 den Menschenrechtspreis der UNO. Menschenrechte in ihrer Gesamtheit fördern Die Menschenrechte sind universell und unteilbar: diesen Grundsatz hat sich Amnesty International 2001 zur Grundlage ihrer Mission gemacht. Damit wurde der Wandel von der „Gefangenenorganisation“ zur Menschenrechtsorganisation mit umfassendem Auftrag eingeleitet. Der Arbeitsbereich von Amnesty International umfasst heute sämtliche Menschenrechte. Da sich Amnesty International aber nicht für alle Rechte gleich stark engagieren kann, legt ein strategischer Plan über mehrere Jahre Schwerpunkte fest.