IHRE SPENDE ZÄHLT
Presseaussendung / Israel / besetzte palästinensische Gebiete:
HAMAS - BRUTALE JAGD AUF "KOLLABORATEURE"
Seit der Militäroffensive der israelischen Armee im Gazastreifen macht die Hamas Jagd auf vermeidliche ?Kollaborateure? mit Israel. Der aktuelle Bericht von Amnesty International (AI) zeigt das gnadenlose Vorgehen der Hamas. Mit einer weltweiten Online-Aktion fordert Amnesty International den UNO-Sicherheitsrat auf, die Hinweise auf mögliche Kriegsverbrechen umfassend zu untersuchen und ein Waffenembargo zu verhängen.
Seit Beginn der dreiwöchigen israelischen Militäroffensive im Gazastreifen Ende Dezember 2008 sind rund 1300 Personen - die meisten Zivilisten - getötet worden. Im gleichen Zeitraum haben Hamas-Anhänger und Milizen einen tödlichen Feldzug gegen Personen gestartet, die der "Kollaboration" mit Israel verdächtigt werden oder als Oppositionelle gelten. Der aktuelle Bericht von Amnesty International spricht von Todesdrohungen, Entführungen, Folter und gezielten Tötungen. Heinz Patzelt, Generalsekretär von AI Österreich, dazu: "Bereits mehr als zwei Dutzend Männer wurden von der Hamas hingerichtet, zahlreiche misshandelt und gefoltert. Diese brutalen Menschenrechtsverletzungen der Hamas im Gaza-Streifen dürfen nicht geduldet werden."
Laut Amnesty-Bericht haben Hamas-Schützen mindestens zwei Dutzend Männer hingerichtet und weitere in Beine und Knie geschossen. Viele wurden geschlagen und schwer verletzt oder auf andere Art gefoltert und misshandelt. Der Bericht spricht weiter von Männern, die aus ihren Häusern entführt wurden und später - verletzt oder tot - in verlassenen Gegenden oder in den Leichenhäusern den Spitälern von Gaza aufgefunden wurden. Andere wurden in Krankenhäusern, wo sie als Patienten behandelt wurden, aufgesucht und erschossen.
Ein Untersuchungs-Team von Amnesty International hat den Gazastreifen während und nach der israelischen Militäroffensive besucht und Aussagen von Opfern und Augenzeugen sowie medizinischem Personal aufgenommen. Aus Angst vor brutalen Vergeltungsaktionen von der Hamas und den Milizen trauen sich aber viele Zeugen nicht auszusagen.
Amnesty International ruft die de facto Hamas-Administration auf, die Übergriffe sofort einzustellen und eine unabhängige und unparteiische nationale Untersuchungskommission einzusetzen, welche die Vorfälle untersucht.

