Presseaussendung / VR China:
CHINA:
URTEIL GEGEN MENSCHENRECHTLER
Der chinesische Menschenrechtsaktivist und politische Gefangene Hu Jia wurde heute zum Abschluss eines unfairen Verfahrens zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Amnesty International (ai) hat das Urteil scharf kritisiert. "Dieses Urteil ist ein Schlag ins Gesicht von Hu Jia und eine Warnung an alle in China, die es in Zukunft wagen sollten, Menschenrechtsverletzungen öffentlich anzusprechen. Zudem brechen die chinesischen Behörden mit dem Urteil gegen Hu Jia erneut ihr Versprechen, die Menschenrechtslage vor den Olympischen Spielen zu verbessern", so Heinz Patzelt, Generalsekretär von AI-Österreich.
Hu Jia ist ein gewaltloser politischer Gefangener. AI fordert seine sofortige und bedingungslose Freilassung. Ebenso fordert AI das IOC, Regierungen weltweit und alle an den Olympischen Spielen beteiligten Parteien dazu auf, öffentlich Kritik an der Vorgehensweise der chinesischen Behörden zu üben – sei es in Bezug auf Hu Jia oder auf all die anderen gewaltlosen chinesischen Aktivisten, die vor den Olympischen Spielen bereits mundtot gemacht wurden.
Als Attachment schicken wir Ihnen ein aktuelles Hintergrundpapier (mit Fotos) mit Informationen zu dem Gerichtsverfahren und zur Person von Hu Jia (sowie seiner Frau Zeng Jinyan) in englischer Sprache. Es ist dem gestern veröffentlichten AI-Bericht "People?s Republic of China: The Olympics Countdown – crackdown on activists threatens Olympics legacy" entnommen.

