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Web-News / Nordkorea:
Geheimes Gefangenenlager
Satellitenfotos aus Nordkorea beweisen die Existenz eines geheimen Lagerkomplexes für mehr als 200.000 politische Gefangene. Ehemalige Häftlinge berichten über Hungertote, Hinrichtungen und Folter.
Rund 200.000 politische Gefangene werden in Nordkorea unter grauenhaften Bedingungen in Gefangenenlagern festgehalten. Amnesty hat mit einigen ehemaligen Häftlingen gesprochen, die der Gefangenschaft entkamen. Sie schildern menschenverachtende Zustände, am schlimmsten ist es im berüchtigten Lager Yodok. Gefangene müssten Ratten essen, und Körner aus Tierkot picken, um überleben zu können. Laut einem Zeugen endete die Lagerhaft in der "Revolutionären Zone", einem abgeriegelten Teil von Yodok, zwischen 1999 and 2001 für rund 40 Prozent der Häftlinge tödlich.
"Hunderttausende Menschen existieren praktisch ohne Rechte und werden im Grunde als Sklaven behandelt", so Sam Zarifi, Amnesty-Direktor für die Region Asien-Pazifik Die kommunistische Diktatur könne die Existenz der Lager nicht mehr bestreiten. Satellitenbilder zeigen, dass die Gefängnisse im Vergleich zu Aufnahmen von 2001 deutlich vergrößert wurden. Amnesty ruft Nordkoreas Staatschef Kim Jong-il auf, die Lager zu schließen.








