Amnesty Artikel Bild

Artikel suchen

Newsletter Anmeldung

Erfolge:

[15.05.2012] Arbeiter freigelassen Fünf Arbeiter, die nach der Teilnahme an einem Streik inhaftiert worden waren, sind am 23. April freigelassen worden. Sie haben mehr als vierzig Tage...
[04.05.2012] Togo: Vier Studenten freigelassen Vier togoische Studenten, die im März und April im Zuge von Demonstrationen an der Universität in Kara festgenommen worden waren, sind frei.
[17.04.2012] Belarus: Sannikau freigelassen Am 14. April wurde der gewaltlose politische Gefangene Andrei Sannikau aus dem Gefängnis in der Stadt Wizebsk, im Nordosten von Belarus, entlassen. E...
[20.03.2012] Syrien: Aktivist Georges Moubayed freigelassen Der Aktivist Georges Moubayed wurde Ende Januar freigelassen. Er war zuvor von einer Gruppe, die vermutlich in Verbindung mit den syrischen Behörden ...
[02.03.2012] Sudan: Student ohne Anklage aus Haft entlassen Der Student Taj Alsir Jaafar ist am 23. Februar nach fast zwei Monaten Haft im Gewahrsam des sudanesischen Geheimdienstes (National Intelligence and S...
[02.03.2012] Mexiko: Mexikanische Menschenrechtlerin freigelassen Die mexikanische Menschenrechtsverteidigerin Lucila Bettina Cruz Velásquez ist am 24. Februar gegen Kaution aus der Haft entlassen worden. Da die geg...
[23.02.2012] Bahrain: Protestierende aus der Haft entlassen Am 14. Februar verfügte ein Richter die Freilassung von 14 Personen, die wegen der Teilnahme an einer „illegalen Versammlung“ zu einer sechsmonat...

Web-News / Bahrain:

Amnesty fordert Aufklärung von Polizeigewalt in Bahrain

Neuer Bericht nach Demonstrationen im Februar

Demonstrationen, politische Unruhen

Artikel drucken
Freitag, 18. März 2011

In einem aktuellen Bericht fordert Amnesty International die Aufklärung der Polizeigewalt im arabischen Inselstaat Bahrain und die Bestrafung der Verantwortlichen. "Es scheint, dass die Regierung sich im Umgang mit den Demonstranten für den Weg der gewalttätigen Unterdrückung entschieden hat", kritisierte Amnesty-Experte Malcolm Smart die Regierung in Manama am Donnerstag in London. Das sei "ein bedrohliches Beispiel in einer Region, in der sich auch andere Regierungen dem öffentlichen Ruf nach Veränderung gegenübersehen".

Der am Donnerstag veröffentlichte Bericht "Bloodied but Unbowed: Unwarranted State Violence against Bahraini protesters" enthält Details zum Vorgehen der bahrainischen Sicherheitskräfte gegen friedliche Demonstranten im Februar. So wurden Ambulanzen daran gehindert, zu den Verwundeten zu gelangen. Die Polizei schlug und verletzte medizinisches Personal. Im Bericht benennt Amnesty International auch zehn Länder, die 2010 Waffen und Munition nach Bahrain geliefert haben, die jetzt womöglich zum Einsatz
kommen.

Waffen aus Europa und den USA im Einsatz


Allein die Schweiz hat 2010 Kriegsmaterial im Wert von 3.2 Millionen Franken nach Bahrain exportiert, darunter für ca. 150.000 Franken Handfeuerwaffen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese gegen Demonstranten eingesetzt wurden und werden. Ebensowenig kann ausgeschlossen werden, dass Waffen, die europäische Staaten an Saudi-Arabien lieferten, nicht auch in Bahrain zum Einsatz kommen. Vor diesem Hintergrund wird umso deutlicher, wieso die Bestimmungen für die Bewilligung von Waffenexporten generell überprüft werden müssen, um sicherzustellen, dass keine Waffen geliefert werden, die gegenwärtig oder in Zukunft für Menschenrechtsverletzungen verwendet werden könnten.

Demonstrationen und Gewalt gehen weiter


Nach Verhängung des Ausnahmezustandes und dem Einmarsch saudischer Truppen wurden in den vergangenen  Tagen bei der Niederschlagung der Proteste und der Räumung der Zeltstadt auf dem zentralen Platz in der Hauptstadt Manama mehrere Personen erschossen. "Die verstörenden Berichte und Bilder aus Bahrain sind weitere Beweise dafür, dass die Regierung tödliche Gewalt gegen die Proteste einsetzt, ohne Rücksicht auf Menschenleben", sagte Smart am Mittwoch. Amnesty International ruft die Regierungen von Bahrain und Saudi-Arabien weiterhin auf, der Gewalt gegen Demonstrierende ein Ende zu setzen.