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Web-News / Ägypten:

Amnesty fordert ägyptisches Militär auf, die Rechte der Demonstrierenden zu respektieren

Amnesty International fordert das ägyptische Militär auf, die Rechte der Demonstrierenden zu achten. Am Dienstag kam es in Kairo zu den bisher größten Protesten im Rahmen der fortgesetzten landesweiten Unruhen.

Meinungsfreiheit, Demonstrationen, Versammlungsfreiheit

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Dienstag, 1. Feber 2011

Amnesty International fordert das ägyptische Militär auf, die Rechte der Demonstrierenden zu achten. Am Dienstag kam es in Kairo zu den bisher größten Protesten im Rahmen der fortgesetzten landesweiten Unruhen.


Medienberichten zufolge kamen hunderttausende Menschen zusammen. Die Organisatoren hatten zu einem „Marsch der Millionen“ aufgerufen und forderten den Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak, sowie ein Ende von Korruption, Armut und Polizeigewalt.


Das ägyptische Militär hatte am Tag zuvor bekanntgegeben, dass auf friedliche Demonstrierende nicht geschossen werde und die Ziele der Protestierenden legitim seien.
„Der Schutz des Rechtes auf friedliches Protestieren ist eine Pflicht,“ sagte Claudio Cordone, wissenschaftlicher Direktor der Regionalprogramme und ihrer Ermittlungsarbeit bei Amnesty International.


„Wir begrüßen die Selbstverpflichtung der Armee, nicht auf Demonstrierende zu schießen, nachdem wir wiederholt Bedenken über die exzessive Anwendung von Gewalt durch Sicherheitskräfte während der Proteste geäußert haben.“


Protestierende haben Vorwürfe gegen Zivilpolizisten und von der Polizei beauftragte Kriminelle erhoben, die Plünderungen der vergangenen Woche durchgeführt zu haben, um die Demonstrationen zu diskreditieren.
MitarbeiterInnen von Amnesty International vor Ort berichteten, dass Truppen an den Ein-

und Ausgängen des zentralen Tahrir-Platzes Durchsuchungen durchführen. Das Ägyptische Museum wurde unter besonderen Schutz gestellt.

Amnesty International fordert die Wiederherstellung der Internetdienste, nachdem gestern der letzte verbliebene Anbieter Noor vom Netz genommen worden war.

„Die Protestierenden haben gezeigt, dass sie große Demonstrationen mit oder ohne Hilfe des Internets organisieren können. Von entscheidender Bedeutung ist jetzt der freie Informationsfluss damit Beweise für die Misshandlungen und Tötungen, die in der vergangenen Woche verübt wurden, ans Licht gebracht werden können und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden können,“ sagte Claudio Cordone.