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STOPP! Keine Todesstrafe an Minderjährigen
Die UNO-Kinderrechtskonvention wird 20 Jahre alt. Entsprechend der Konvention, die alle Staaten, mit Ausnahme der USA und Somalia, unterzeichnet haben, dürfen weder die Todesstrafe noch lebenslange Gefängnisstrafen über Jugendliche unter 18 Jahren verhängt werden.
Immer noch gibt es Staaten, die sich nicht an ihre Versprechen halten. Im ersten Halbjahr 2009 wurden mindestens 5 Minderjährige hingerichtet: 3 im Iran und 2 in Saudi Arabien. Auch in Jemen und im Sudan warten Minderjährige auf ihre Hinrichtung.
Im 20. Jubiläumsjahr der UNO-Kinderrechtskonvention und anlässlich des 7. Welttags gegen die Todesstrafe appellieren Amnesty International und die World Coalition against the Death Penalty (WCADP) an die Verantwortlichen im Iran, Saudi Arabien, Sudan und Jemen, die internationalen Verpflichtungen, denen sie bereits zugestimmt haben, uneingeschränkt zu respektieren und umzusetzen sowie alle Hinrichtungen an Minderjährigen zu beenden.
Eine weltweit lancierte Petition wird am 20. November 2009, am "Geburtstag" der UNO-Kinderrechtskonvention, an die zuständigen VertreterInnen aus Saudi Arabien, Iran, Sudan und Jemen übergeben. Österreich leistet dazu einen Beitrag von über 2.000 Unterschriften.
Artikel 37 der UNO-Kinderrechtskonvention stellt sicher, dass
"…kein Kind der Folter oder einer anderen grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung oder Strafe unterworfen wird. Für Straftaten, die von Personen vor Vollendung des achtzehnten Lebensjahrs begangen worden sind, darf weder die Todesstrafe noch lebenslange Freiheitsstrafe ohne die Möglichkeit vorzeitiger Entlassung verhängt werden."<//span>
Dennoch gibt es immer noch eine kleine Anzahl an Staaten, die weiterhin Minderjährige exekutieren. 2007 wurden weltweit 11 Menschen, die zur Tatzeit noch Minderjährig waren, hingerichtet: 8 im Iran, 2 in Saudi Arabien und ein Jugendlicher in Jemen.
Iran war im Dezember 2008 der einzige Staat, der bekanntermaßen Minderjährige StraftäterInnen hinrichtete: mindestens 8 Hinrichtungen an Jugendlichen wurden laut Angaben von Amnesty International in diesem Jahr durchgeführt; mindestens 140 zur Tatzeit minderjährige StraftäterInnen warten 2008, laut Angaben der Organisation "Stop Child Execution", im Iran auf ihre Hinrichtung.
Im ersten Halbjahr 2009 wurden mindestens 5 Minderjährige hingerichtet: 3 im Iran und 2 in Saudi Arabien.
Alle Staaten der Welt, mit Ausnahme der USA und Somalia, haben die UNO-Kinderrechtskonvention unterzeichnet und sind somit verpflichtet, Hinrichtungen an Minderjährigen zu unterlassen.
Die UNO-Kinderrechtskonvention ist 20 Jahre alt. Am Welttag gegen die Todesstrafe will die World Coalition Against the Death Penalty (WCADP) diesen Geburtstag feiern. Sie appelliert an jene Staaten, die sich über ihre Verpflichtungen hinwegsetzen, umgehend das internationale Verbot zu respektieren, welches diese unmenschliche Art der Strafe für Minderjährige ausschließt.
Die World Coalition Against the Death Penalty besteht aus 96 Mitgliedern aus 5 Kontinenten. Sie setzt sich aus NGOs, Fach- und Gemeindeverbänden zusammen, die sich gemeinsam für eine Welt ohne Todesstrafe einsetzen.








