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Menschen in Gefahr / Jemen:

Keine Todesstrafe für Fatima Hussein Badi!

Fatima Hussein Badi, 50 Jahre alt, wurde in einem unfairen Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt, weil sie ihren Ehemann umgebracht haben soll. Obwohl der Oberste Gerichtshof sie 2003 vom Vorwurf des Mordes freigesprochen hat, ist sie weiterhin in akuter Gefahr, hingerichtet zu werden.

Folter, Todesstrafe, unfaires Verfahren

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Mittwoch, 4. September 2013
Skyline von Aden (c) Amnesty International

Seit Jahren sitzt Fatima Hussein Badi im Jemen in der Todeszelle, obwohl der oberste Gerichtshof sie vom Vorwurf des Mordes freigesprochen hat. Der vierfachen Mutter droht die Hinrichtung.

Fatima Hussein Badi und ihr Bruder Abdullah Hussein Badi wurden am 13. Juli 2000 verhaftet, weil sie im Verdacht standen, Fatimas Ehemann Hamoud Ali al-Jalal ermordet zu haben. Berichten zufolge soll die Polizei Fatima Hussein Badi fünf Stunden lang verhört haben, ohne dass ein Rechtsbeistand anwesend war. Als sie sich weigerte, den Mord zu gestehen, wurde ihr Bruder Abdullah vorgeführt – mit blutüberströmtem Gesicht. Man drohte ihr, sie in Anwesenheit des Bruders zu vergewaltigen. Um sie vor der Vergewaltigung zu bewahren, soll ihr Bruder daraufhin die Tat gestanden haben. Beide wurden im Februar 2001 zum Tode verurteilt. In mehreren gerichtlichen Anhörungen hatten die Geschwister keinen rechtlichen Beistand. Im September 2003 befand der Oberste Gerichtshof, dass Fatima Hussein Badi sich zwar der Mithilfe, nicht aber des Mordes schuldig gemacht habe. Er reduzierte die Strafe daraufhin auf vier Jahre Haft. Nach einer Intervention durch den Staatspräsidenten und den Parlamentssprecher wurde der Fall erneut überprüft und die Reduzierung des Strafmaßes rückgängig gemacht! Fatima Hussein Badi ist damit weiterhin in Gefahr, hingerichtet zu werden. Das Urteil gegen ihren Bruder wurde bereits 2005 vollstreckt. Fatima Hussein Badi droht das gleiche Schicksal.

SCHREIBEN SIE BITTE FAXE UND LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN (Porto Standardbrief 1,70 Euro) an den jemenitischen Präsidenten. Fordern Sie ihn auf

  • das Todesurteil gegen Fatima Hussein Badi in eine Haftstrafe umzuwandeln.
  • sicherzustellen, dass Angeklagte, denen die Todesstrafe droht, in Übereinstimmung mit internationalen Standards ein faires Verfahren erhalten. Insbesondere müssen Zugang zu einem Rechtsbeistand und ausreichend Zeit sowie Mittel, um ihre Verteidigung vorzubereiten, gegeben sein. Außerdem sollte ihnen das Recht auf Widerspruch gegen ihr Urteil eingeräumt werden.
  • die Todesstrafe vollständig abzuschaffen.

APPELLE AN:
PRESIDENT
(PRÄSIDENT)
Abd Rabbu Mansour Hadi
Office of The President
Sana'a
Republic of Yemen
Fax: + 967 127 4147
(Anrede: Your Excellency)

DEPUTY DIRECTOR OF THE OFFICE OF THE PRESIDENT
(stellvertr. Direktor der Präsidentschaftskanzlei)
Abdel Hadi al-Hamdani
Office of The President
Sana'a
Republic of Yemen
Fax: + 967 127 4147
(Anrede: Your Excellency)

MINISTER OF JUSTICE (Justizminister)
Dr.Ghazi Shaif Al-Aghbari
Ministry of Justice
Sana'a
Republic of Yemen
Fax: + 967 1 222 015
Email: www.yemen.gov.ye/egov/justice-english/ moj@yemen.net.ye

(Anrede: Dear Minister)

KOPIE AN:
BOTSCHAFT DER REPUBLIK JEMEN
S.E. Herr Abdulhakim Abdulrahman AL-ERYANI
Reisnerstrasse 18-20, 1 Stock, Top 3-4, 1030 Wien
Fax: (+43 / 1) 505 31 59
E-Mail: yemenembassy.vienna(at)aon.at

Textvorschlag:

(Der Textvorschlag ist nur als Anregung gedacht. Falls Ihre Fremdsprachenkenntnisse ausreichen, dann verfassen Sie das Appellschreiben bitte selbst! Je individueller die Briefe sind, desto besser!)

(Entsprechende Anrede)

Your Excellency,

For more than 12 years FATIMA HUSSEIN BADI has been facing the death penalty. She and her brother, Abdullah Badi, were sentenced to death following an unfair trial in 2001. Abdullah was executed in 2005.
I call on you to

  • Commute the death sentence against Fatima Hussein Badi.
  • Ensure that all defendants facing the death penalty are tried in accordance with international standards for fair trial, including ensuring that all defendants have access to legal representation and adequate time and facilities to prepare a defence.
  • Ensure that all defendants facing the death penalty are granted the opportunity to appeal the verdict and sentence and the right to seek pardon or commutation of the sentence.
  • Restrict the scope of the death penalty and work towards its abolition: while governments have the right and responsibility to bring to justice those responsible for criminal offences, the death penalty is the ultimate violation of the right to life.
  • Commute all outstanding death sentences and refrain from imposing new death sentences pending abolition of the death penalty.

    Yours sincerely
Downloadmaterialien für AktivistInnen (Musterbrief, Petitionsliste)