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Artikel/Bericht / Simbabwe:

Fotoaktion für den Simbabwischen Gewerkschaftsbund

Der simbabwische Gewerkschaftsbund und seine Mitglieder werden von den Behörden massiv eingeschüchtert, unter Druck gesetzt und schikaniert. Amnesty-AktivistInnen aus ganz Österreich haben ihre Solidarität mit den GewerkschafterInnen gezeigt und Fotos mit Botschaften geschickt.

Folter, Meinungsfreiheit, MR-VerteidigerInnen

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Dienstag, 23. Feber 2010

Lovemore Matombo, Präsident des Simbabwischen Gewerkschaftsbunds, mit einer Schlinge und einem Verband um seine rechte Hand
Lovemore Matombo, Präsident des Simbabwischen Gewerkschaftsbunds © privat

Führende FunktionärInnen des Gewerkschaftsbundes und andere Mitglieder werden immer wieder festgenommen und schwer misshandelt.

Im September 2006 wurden in Harare, der Hauptstadt Simbabwes, die leitenden Funktionäre des Gewerkschaftsbundes Lovemore Matombo, Wellington Chibebe und Lucia Matibenga sowie weitere zwölf Mitglieder nach friedlichen Protestkundgebungen gegen die sich verschlechternden sozialen und wirtschaftlichen Zustände im Land auf den Polizeiposten Matapi gebracht und dort systematisch gefoltert.

Lovemore Matombo und Wellington Chibebe wurden seit damals mehrmals in Haft genommen und stehen derzeit wegen „Verbreitung staatsschädigender Unwahrheiten“ unter Anklage. Sie wurden auf Kaution freigelassen unter der Bedingung, keine öffentlichen Reden zu halten und ihren Wohnort nicht zu verlassen. Ihr Verhandlungstermin wurde schon mehrfach verschoben.


In der Zeit von Juni bis Dezember 2009 haben AktivistInnen aus ganz Österreich über 160 Fotos mit Solidaritätsbotschaften an den Gewerkschaftsbund gemacht. Damit haben sie ein klares Zeichen gesetzt, dass wir alle – MenschenrechtsverteidigerInnen in Simbabwe und in Österreich – auf derselben Seite stehen, ein Zeichen des gegenseitigen Respekts und der Hoffnung auf eine Welt ohne Repression.

Die besten Fotos finden Sie hier in einer Fotogalerie!

Aus allen Fotos haben wir auch ein YouTube-Video produziert, um AktivistInnen und Webcommunities auf die Situation des Gewerkschaftsbundes aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass wir nicht tatenlos zusehen müssen, wenn Menschenrechtsverletzungen passieren - egal ob vor unserer Haustüre oder tausende Kilometer entfernt.