MOHAMMAD SADIQ KABUDVAND - Gewissensgefangener in Haft

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Mohammad Sadiq Kabudvand – Der kurdische Journalist und Menschenrechtler setzt sich seit vielen Jahren für Menschenrechte im Iran ein, insbesondere für die Rechte der kurdischen Minderheit. Er war u. a. Herausgeber der Wochenzeitung „Stimme des kurdischen Volkes“, bis sie 2004 von der Regierung wegen der angeblichen „Verbreitung separatistischer Ideen und Falschinformationen“ verboten wurde.
Am 1. Juli 2007 wurde Kabudvand von Sicherheitskräften in Zivil verhaftet und ins berüchtigte Evin-Gefängnis in Teheran verschleppt. Im Mai 2008 verurteilte ihn das Revolutionsgericht Nr. 15 in einem nicht-öffentlichen Prozess wegen „Handlungen gegen die nationale Sicherheit” sowie „Propaganda gegen das System” zu einer elfjährigen Haftstrafe. Außerdem erhielt er fünf Jahre Berufsverbot als Journalist.
Kabudvand leidet unter den katastrophalen Haftbedingungen und Schikanen. Mehrfach wurde er mit verbundenen Augen und gefesselten Händen und Füßen verhört. Man hielt ihn 40 Tage in Einzelhaft. Aufgrund der notdürftigen medizinischen Versorgung im Gefängnis haben sich bereits bestehende Gesundheitsprobleme verschlimmert. Amnesty International betrachtet Mohammad Sadiq Kabudvand als Gewissensgefangenen, der sich stets friedlich für seine Überzeugungen eingesetzt hat.
Von den über 70 Millionen EinwohnerInnen des Iran sind zwischen sieben und zehn Prozent KurdInnen. Sie werden jedoch wie die anderen ethnischen und religiösen Minderheiten im Iran diskriminiert. AktivistInnen werden dabei in jüngster Zeit zunehmend verfolgt – unter dem Vorwand, bewaffnete Widerstandsgruppen zu unterstützen.

